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Gott Jahve, Israel und die tödliche Landnahme

 

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Veritas liberabit vos. – Die Wahrheit wird euch frei machen.

 

„Denn ich [JHWH, Jahve, HERR] 1) will meine Hand zum Himmel heben und will sagen: So wahr ich

ewig lebe: 41 Wenn ich mein blitzendes Schwert schärfe und meine Hand zur Strafe greift, so will ich mich

rächen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. 42 Ich will meine Pfeile mit Blut trunken

machen und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupt

der Fürsten des Feindes. - Das Lied des Mose. - 5. Mose 32:40-42

 

Das Alte Testament 2) der Bibel bzw. die „Hebräischen  Schriften“ oder der jüdische Tanach enthalten Geschichte des Volkes Israel. So verfasst aus einem der damaligen Zeit 2) entsprechendem Bewusstsein. Getrieben und niedergeschrieben vom religiösen Nationalismus 3), von der göttlichen Auserwähltheit 4), von der Ablehnung des beschwerlichen Seins und von unserer geistigen Diskrepanz (Missverhältnis) zu den Naturgesetzen, besonders zu der vermeintlichen Endlichkeit unserer Existenz, aber auch von der Hoffnung auf den großen Messias. 5)

 

Unwissenheit, religiöser Fanatismus, mangelnde Liebe zur Wahrheit, mediale Botschaften und Historie mischen sich in diesem umfangreichen Werk, einem Teil der sogenannten „Heiligen Schrift“ bzw. des jüdischen Tanach.

 

Dem Christentum galt das Alte Testament schon im 2. Jahrhundert nach Chr. als Wort Gottes, als Offenbarungszeugnis. Im 4. Jh. nach Chr. wurde diese ursprünglich jüdische Schrift mit dem Neuen Testament zusammengelegt und zur christlichen Bibel.   Λ

 

Die zweitausendjährige Geschichte des Christentums belegt, dass nicht die Ideen des Neuen Testamentes, das sogar von der Feindesliebe 6) spricht, praktiziert wurden, sondern das man entsprechend dem vorherrschende Bewusstsein mehr dem Geist des Alten Testamentes zugetan war, welches dem Charakter des Stammesgottes Jahve entsprach. So wurden sie zu geistigen Kindern dieses strengen von Absolutheit besessenen Gottes, zu Tätern, jedoch nicht zu Jüngern Jesu. Eine große Verirrung! Für die Opfer war es wie ein Weg nach Golgatha 7), belegt durch die erbarmungslose, leidvolle und schreckliche Geschichte des Christentums, von Historikern dokumentiert.

 

Diese Abhandlung soll keine einzelnen Personen, Stämme oder Völker der Geschichte richten, was einem Medium 8) auch etwas schwerer fallen würde, da der Reinkarnationsgläubige oder –Wissende meistens nicht weiß, wo er „mitgemischt“ hat. Außerdem: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ So Jesus von Nazareth zu seinen jüdischen Zeitgenossen, die gemäß dem Gesetz des Gottes Jahve des Alten Testamentes eine Ehebrecherin steinigen wollten. - Johannesevangelium 8:7   Λ

 

Die grausame Geschichte begann, als im 13./14. Jahrhundert vor Chr. die Israelis, aus Ägypten kommend, das Land Kanaan besetzten. Sie vernichteten nach und nach die kanaanäischen Stadtstaaten. Eine höhere Kultur, wie die Bibel berichtet: „Wenn dich nun der HERR [JHVH, Jahve], dein Gott, in das Land bringen wird, ... große und schöne Städte, die du nicht gebaut hast, 11 und Häuser voller Güter, die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast –, und wenn du nun isst und satt wirst, 12 so hüte dich, dass du nicht den HERRN [JHVH, Jahve] vergisst, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt hat.“ - 5. Mose 6:10-12

 

Und: „Wenn dich der HERR [JHVH, Jahve], dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her ..., so sollst du an ihnen den Bann 9) vollstrecken ... und keine Gnade gegen sie üben.“ - 5. Mose 7:1-2

 

Wiederholt wurden auf Anordnung Gott Jahves ganze Stämme und Völker getötet. Wie das Alte Testament oft berichtet, wurde in den eroberten Städten kein menschliches Wesen am Leben gelassen. Alt und Jung, „Männer, Frauen und Kinder, „und [sie] ließen niemand übrig bleiben.“ „Und wir vollstreckten den Bann an ihnen. ... An allen Städten vollstreckten wir den Bann, an Männern, Frauen und Kindern“, so die Regel der Krieger Jahves. Manchmal blieben auch die Frauen und kleinen Mädchen am Leben und wurden, neben dem Vieh und anderer Beute, als Gefangene mitgenommen – „und alle Städte brannten, so die „Rache des Herrn ...“ - 5. Mose 2:34, 5. Mose 3:6, 4. Mose 21:35, 4. Mose 31:3   Λ

 

Entsprechend war Moses 10), der Prophet, Gesetzgeber und Führer des Volkes Israel, dann auch empört über die siegreich zurückkehrenden Krieger, denn er „sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen und Mädchen leben lassen? 17 So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die schon einen Mann erkannt und bei ihm gelegen haben; 18 aber alle Mädchen, die noch nicht bei einem Mann gelegen haben, die lasst für euch leben. - 4. Mose 31:16-18

 

Für Jahves Hilfe bei dem Kampf gegen die Kanaaniter versprachen die Israelis ihm vorher sogar eine Belohnung, nämlich alle Bewohner quasi auf seinen Altar zu legen, d. h., sie ausnahmslos zu ermorden. „Da gelobte Israel dem HERRN [JHVH, Jahve] ein Gelübde und sprach: Wenn du dieses Volk in meine Hand gibst, so will ich an ihren Städten den Bann vollstrecken. Und der HERR [JHVH, Jahve] hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in ihre Hand, und sie vollstreckten den Bann an ihnen und ihren Städten, ...“. - 4. Mose 21:2-3

 

Besonders für Menschen des 20./21. Jahrhunderts sind die damals praktizierten Bannkriege oft nicht glaubhaft, nicht fassbar, da in diesem die Feinde, die gegnerischen Stämme, nicht etwa nur unterworfen und versklavt wurden, sondern man tötete alles Menschliche. Oft machten die Sieger auch keine Beute für sich, sondern alles wurde ihrer Gottheit geweiht (hingeben, zueignen). Der Bann als Vernichtungsweihe gehört zu den erschreckendsten Elementen der Kriegs- und Gewaltgeschichte.   Λ

 

Daher ist es verständlich, dass Apologeten bzw. gläubige Verteidiger das Geschehene als Erdachtes, zumindest als eine falsche Annahme abtaten oder meinten, dass der Bann so nicht zu erklären sei. Doch 1868 wurde in Dibon, ca. 65 km von Jordaniens Hauptstadt Amman, die Mescha-Stele (Moabiterstein) aus der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts vor Chr. gefunden, die belegt, dass der Genozid 10 a) damals Brauch war.

 

Der Moabiterkönig „Mescha, Sohn des Kemosch, König von Moab“ ließ dort ca. 840 v. Chr. einmeißeln, dass er alle israelitischen Bewohner der Orte Atarot und Nebo seinem Gott Kemosch geweiht und hingeschlachtet habe. Er stahl auch die Kultgeräte aus den dortigen Heiligtümern und hat sie „vor Kemosch geschleppt.“ 11) Es drängt sich auf, dass die Moabiterkrieger so den Beistand ihres Gottes erhofften, denn er bekam die Beute. Voll gläubiger Zuversicht, zusammen mit ihrem imaginären Gott Kemosch, konnten sie ihr schreckliches Werk vollbringen. Menschenopfer für ihren Gott.

 

Gemäß der Heiligen Schrift (Bibel, Altes Testament) war auch die Landnahme Israels von der Bann-Idee durchdrungen, von einer Vernichtungsweihe für den Gott der Israelis, der später zum Gott der Christen wurde. Siege in der Wüste Negev und im Ostjordanland bilden den Anfang. „Und sie vollstreckten den Bann an ihnen und ihren Städten.“ ... „Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an allen Städten, an Männern, Frauen und Kindern, und ließen niemand übrig bleiben.“ ... Sieg über Og und Baschan: „Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, ... an allen Städten vollstreckten wir den Bann, an Männern, Frauen und Kindern.“ - 4. Mose 21:3, 5. Mose 3:6, 5. Mose 2:34   Λ

 

Der Prophet Mose befahl, so das Alte Testament der Bibel, im Westjordanland genauso zu handeln: „Wenn dich der HERR [JHVH, Jahve], dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du, und wenn sie der HERR [JHVH, Jahve), dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken.“ - 5. Mose 7:1-2 

 

Josua 12) führte nach dem Tode des Moses die israelitischen Stämme bei der weiteren Eroberung des Landes Kanaan an. Er setzte den Auftrag ihres Stammesgottes Jahve im Süden und im Norden Palästinas um:

 

 „Als aber Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, dass Josua Ai erobert und an ihm den Bann vollstreckt ...“ / 28 „An diesem Tag nahm Josua auch Makkeda ein und schlug es mit der Schärfe des Schwerts samt seinem König und vollstreckte den Bann an der Stadt und an allen, die darin waren, und ließ niemand übrig ...“ / 32 Und der HERR [JHVH, Jahve] gab auch Lachisch in die Hände Israels, ... und es schlugen mit der Schärfe des Schwerts und alle, die darin waren, 33 Zu dieser Zeit zog Horam, der König von Geser, hinauf, ... aber Josua schlug ihn und sein Volk, bis niemand übrig blieb. 34 Und Josua zog von Lachisch mit ganz Israel nach Eglon ... 35 und sie nahmen sie ein an diesem Tag und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, und Josua vollstreckte den Bann an allen, die darin waren, ... 36 Danach zog Josua hinauf mit ganz Israel von Eglon nach Hebron, ... und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, samt ihrem König und allen ihren Städten und allen, die darin waren; und er ließ niemand übrig, ... und vollstreckte an ihr den Bann und an allen, die darin waren. 38 Da kehrte Josua um mit ganz Israel nach Debir und kämpfte gegen die Stadt 39 und nahm sie ein samt ihrem König und allen ihren Städten, und sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts und vollstreckten den Bann an allen, die darin waren, und er ließ niemand übrig. Wie er mit Hebron getan hatte und wie er mit Libna und seinem König getan hatte, so tat er auch mit Debir und seinem König. 40 So schlug Josua das ganze Land – das Gebirge, den Süden, das Hügelland und die Abhänge – und alle seine Könige und ließ niemand übrig und vollstreckte den Bann an allem, was Odem hatte, wie der HERR (JHVH, Jahve), der Gott Israels, geboten hatte.“ - Josua 10:1, 28, 32-40   Λ

 

Ausnahmen bestätigen die Regel, denn im sogenannten Kriegsgesetz im 5. Buch Mose wird die Opferung präzisiert, da bei den weiter entfernten Städten nur noch alles was männlich war erschlagen werden sollte. Frauen und Kinder, das Vieh und alles was sonst noch in der Stadt war, sollte als Beute verteilt werden. So sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören. 16 Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR [JHVH, Jahve], dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, 17 sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR [JHVH, Jahve], dein Gott, geboten hat ...“. - 5. Mose 20:15-17

 

Doch auch gegen die Israeliten selbst konnte sich der Bann richten. Z. B.: Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN [JHVH, Jahve] allein, der soll dem Bann verfallen.“ Ein erweiterter Bann betraf auch sündhafte israelitische Städte, da zusammen mit allen dort lebenden Menschen auch das Vieh abgeschlachtet werden sollte. Die Sachwerte wurden auf einen Platz getragen und zusammen mit dem ganzen Ort verbrannt, „als ein Ganzopfer für den Herrn [JHVH, Jahve].“ Alle Wertgegenstände, wie z. B. nach der Eroberung Jerichos, konnten auch den Schatz Jahves erweitern, waren also nicht für die Krieger bestimmt. Einer wurde schwach, verfiel dem Bann und wurde zusammen mit seiner Familie gesteinigt. - 2. Mose 22:19; 5. Mose 13:13-19 13)

 

Das alles macht der Mensch! Zuletzt im 20. Jahrhundert! In ganz Europa wurden millionen Juden quasi mit einem „Bann“ belegt. Männer, Frauen und Kinder, Jung und Alt wurden ermordet, ihr Besitz gestohlen, ihre Synagogen zerstört.   Λ

 

Fazit: Die exzesshaften und befremdlichen Äußerungen des Stammesgottes Jahve, dem Gott der Juden und Christen, sind mehr menschlich, höchstens Aussagen einer Seele durch ein Medium. So zog zum Beispiel der Ungehorsam eines Israeliten die Rache Jahwes nach sich, denn er wurde mit so extrem vielen Flüchen seines Gottes belegt, die aus heutiger Sicht mehr dem Geist einer einfachen Seele entspringen konnten oder schlichtweg eine Dichtung waren. Was an Scheußlichkeiten der Sünder auf seinem weiteren Lebensweg durch die vielen Verwünschungen Jahwes erleben würde, ist im 5. Mose 28:15-68 mit über 70 verschiedenen Schicksalsflüchen beschrieben. Dazu gehört auch das Essen der eigenen Kinder während einer Belagerung durch die von Jahwe geschickten Feinde. Denn: „Wenn du nicht auf die Stimme des Herrn, deines Gottes [Jahve], hörst, indem du nicht auf alle seine Gebote und Gesetze, auf die ich dich heute verpflichte, achtest und sie nicht hältst, werden alle diese Verfluchungen über dich kommen und dich erreichen: ...“. – 5. Mose 28:15 -  14)

 

Intoleranz und Grausamkeit werden u. a. auch durch die Weisung Jahves in 2. Mose 22:17 bezeugt: „Die Zauberinnen [auch Hexen] sollst du nicht am Leben lassen“ und „Wenn ein Mann oder eine Frau Geister beschwören oder Zeichen deuten kann, so sollen sie des Todes sterben; man soll sie steinigen; ...“. (3. Mose 20:27) Medien, also Personen die einen Kontakt zu anderen Welten bzw. zu den Seelen der Toten herstellten, Heiler, Hellseher und Geisterbeschwörer, wurden erbarmungslos gesteinigt.

 

Beischlaf mit der Verlobten eines anderen, beide wurden gesteinigt. Auch die Beschuldigung der Ehefrau wegen vorehelichem Verkehr zog ihre Steinigung nach sich. Beim Ehebruch mit einer verheirateten Frau mussten beide sterben. (5. Mose 22) Das gleiche Schicksal erlitten auch Homosexuelle: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; ...“. - 3. Mose 20:13   Λ

 

Heute gehört Israel zu den modernen und fortschrittlichen Staaten. Und fast könnte man meinen, dass der Anfang des 2. Jahrhunderts beginnende Exodus aus ihrer Heimat und ihr bis 1945 andauernder Leidensweg in Europa, die Quelle für große Leistungen in diversen wissenschaftlichen Disziplinen gewesen wäre. In der Tat, die Geschichte zeigt, dass jüdische Künstler, Wissenschaftler und Schriftsteller Großes erbracht haben und den Weg der Menschheit positiv beeinflussten.   Λ

 

Manch ein Bibelgläubiger mag sich jetzt fragen: Aber was ist Wahrheit? Es gibt bis jetzt keine umfassende Antwort. Lediglich Teilergebnisse liegen vor. Ganz sicher ist, dass sich in unserem Kopf ein verkleinerter Energiekörper befindet, der sich u. a. mit Meditation, Ansprechung und Stille aktivieren bzw. vergrößern lässt, sodass nach und nach mehr Realität wahrnehmbar ist. Dieser Energiekörper, auch Seele genannt, kann des Nachts während des Schlafes den Körper verlassen und wieder zurückkehren.

 

Nach dem Ableben verlässt der zweite Körper (Seele) den Menschen und geht in andere Bereiche. Das ist ein Naturgesetzt. So wie alle sterben, so werden auch alle weiter existieren mit ihrer gewissermaßen magnetischen Seele, ihrem geistigem Leib, ihrem für uns nicht sichtbaren feinstofflichen Körper. Das gilt für alle Menschen, egal welcher Religion sie angehören. Studien bekräftigen, dass die Seelen Verstorbener sozusagen wieder in ein neugeborenes Baby schlüpfen, um ein weiteres menschliches Leben zu führen und um so quasi im Fleische aufzuerstehen.

 

Es gibt im sogenannten Jenseits Bereiche, die wesentlich fortgeschrittener sind als hier bei uns Durchschnittsmenschen. Sie haben dort durch ihre edlen Empfindungen, Worte und Taten eine kraftvolle Atmosphäre geschaffen, man sagt auch Geistkraft, deren Wirkung für uns Menschen sehr aktivierend wirkt, quasi wie eine Heil- und Lebenskraft.

 

Hi

Dimidium facti, qui coepit, habet: sapere aude, / incipe.

„Einmal begonnen ist halb schon getan.

Entschließ dich zur Einsicht! Fange nur an!“ 15)

 

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Anmerkungen:

 

Bild: Neue Synagoge Hannover: Gebaut in den Jahren 1864 bis 1870 am linken Leineufer in Hannover/Niedersachsen und bei den Novemberpogromen am 9. 11. 1938 in Brand gesteckt. – Im Dritten Reich wurden aus der Stadt 6.800 Juden deportiert. Ein Mahnmal auf dem Opernplatz wurde 1994 errichtet.

 

1) JHVH ist der unvokalisierte Eigenname des Gottes Israels und der Christen. Nachbarvölker Israels aus der damaligen Zeit nannten ihre Götter anders: So war z. B. Kemosch der Hauptgott der Moabiter und Milkom der der Ammoniter. Dem Namen JHWH fehlen die Selbstlaute, wie a, e, i, o, u. In der hebräischen Sprache werden meistens nur die Mitlaute geschrieben. Der Name JHWH wurde überwiegend im Alten Testament der Bibel verwendet und später bei der Übersetzung ins Griechische mit dem Wort HERR übersetzt. Andere Namen sind Elohim, Adonai, El und Haschem. Auf der Suche nach den richtigen Selbstlauten hat die Forschung letztendlich Jahve bevorzugt. Andere nennen den jüdisch-christlichen Gott Jehova. Die Israelis/Juden nennen das Alte Testament Tanach, den das Christentum in anderer Anordnung als sein Altes Testament übernommen hat.

 

2) Das Alte Testament (Bund), so nannte das Christentum seit etwa 180 n. Chr. die heiligen Schriften des Judentums, welche die Juden als Tanach bezeichneten. Ursprünglich wurde der Tanach in Hebräisch und zum kleineren Teil in Aramäisch geschrieben. Je nach christlicher Konfession besteht das Alte Testament aus 39, 46 oder 51 einzelnen Büchern. Ein wichtiger Teil sind die „Fünf Bücher Mose“ auch Pentateuch genannt. Es sind die ersten fünf Bücher des alten Testamentes, bei den Juden auch Tora genannt. Ihre Namen sind: Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium. Sie sollen etwa vom 10. bis zum 5. Jahrhundert vor Christus entstanden sein.

 

3) Der Nationalismus ist eine Idee, die ein Erkennen und eine Solidarisierung aller Menschen einer Nation anstrebt und sie zu einem selbstbestimmenden Staat verbindet. Er ist ein Ergebnis der menschlichen Evolution, mit den Stufen Familie, Verwandtschaft und Volk. 2017 gab es mehr als 200 Staaten/Nationen auf diesem Planeten. Das Wort Nation kommt aus dem Lateinischen als natio, und bedeutet Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse und Schar und bezeichnet größere Gruppen von Menschen, die gemeinsame Merkmale wie Sitten, Tradition, Sprache, Bräuche oder Abstammung haben.  

 

4) Gott Jahves (JHVH) "auserwähltes Volk" waren die Israeliten. Er sagt im 2. Buch Mose zu Mose: "Sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR [JHVH] und will euch wegführen von den Lasten, die euch die Ägypter auflegen ... ich will euch annehmen zu meinem Volk und will euer Gott sein" (2. Mose 6:6-7). Später wurde den Israeliten gesagt: "Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern ... ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein" (2. Mose 19:5-6). Und kurz vor dem Einzug ins Gelobte Land sagte Mose zu den Israeliten: "Du bist ein heiliges Volk dem HERRN [JHVH, Jahve], deinem Gott. Dich hat der HERR [JHVH, Jahve], dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern" und "der HERR [JHVH, Jahve] hat dich erwählt, dass du sein Eigentum seist ... dass er dich zum höchsten über alle Völker machen werde." - (5. Mose 7:6-7, 14:2, 26:18-19). 

 

5) Messiass (Maschiach oder Moschiach) kommt aus der hebräischen Sprache. Ins Griechische übersetzt heißt es Christós, latinisiert Christus. Die Bezeichnung stammt aus dem jüdischen Tanach, also auch aus dem christlichen Alten Testament der Bibel und bedeutet Gesalbter. So wurde bei den Israeliten ein rechtmäßiger, von Gott eingesetzter König, bezeichnet. Seit dem Propheten Jesaja (740 v. Chr.), besonders seit dem Ende des israelitischen Königtums (586 v. Chr.) und der Eroberung Jerusalems und des Königreiches Juda durch den babylonischen König Nebukadnezar II. (597 v. Chr.) und mit der Wegführung der Israeliten nach Babylon, entstand die Hoffnung auf einen Messias. – Der über Babylon siegreiche Perserkönig Kyros II. ließ sie wieder in ihre Heimat zurückkehren (539 v. Chr.).

 

Während des Bar-Kochba-Aufstandes (132-135 n. Chr.) der Juden gegen das Römische Reich führte Simon Bar-Kochba, „Sohn des Sterns“ mit messianischem Anspruch, ein Erlöser von römischer Herrschaft, die jüdischen Kämpfer an. Ca. 500.000 Juden fanden den Tod. Das Land blieb menschenleer und zerstört zurück. Die Juden durften sich in Jerusalem nicht mehr ansiedeln. Die Diaspora (Verstreutheit) begann und dauerte bis 1948 an.

 

Im Urchristentum bezog man die biblischen Messiasverheißungen auf den jüdischen Prediger Jesus von Nazareth und man nannte ihn Christos (Gesalbter), also Jesus Christus.

 

6) Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben“ (3. Mose 19:18) und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 45 auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn, wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. (Bibel, Neues Testament, Matthäus-Evangelium 5:43-48)

 

7) Golgatha (hebräisch „Schädelstätte) ist der Name eines bisher nicht bekannten Hügels außerhalb Jerusalems. Nach den christlichen Evangelien wurde dort Jesus von Nazareth gekreuzigt. Golgatha ist auch ein Symbol für tiefsten Schmerz und tiefstes Leid, das jemand erleiden kann.

 

8) Medium bezeichnet eine Person, die von sich behauptet, Botschaften von Engeln, Geistern oder Verstorbenen zu empfangen oder auch andere nicht-physikalische Wahrnehmungen zu haben. Der Begriff wird auch in der Parapsychologie verwendet.

 

9) Ein Bann (herem) bezeichnet im Tanach, der hebräischen Bibel, also auch im christlichen Alten Testament, eine Übereignung und Aussonderung von Personen und Gütern an JHVH (Jahve), den Gott der Israeliten und später der Christen. So gab es die Weisung, das Banngebot im 5. Mose, alle Überlebenden einer eroberten Stadt zu töten. Der Bann wird auch als Vernichtungsweihe bezeichnet. Die Mescha-Stele (Steintafel mit Inschrift) belegt zusätzlich, dass es einen solchen Brauch um 850 v. Chr. gab.

 

Nicht nur im Pentateuch, den 5. Büchern Mose der Bibel, wird über den Bann bzw. die Vernichtungsweihe an anderen Völkern berichtet, sondern u. a. auch im Alten Testament der Bibel im 1. Samuel 15:1-3: „Samuel (Prophet u. Richter in Israel) sprach zu Saul: Der HERR [JHVH, Jahve] hat mich gesandt, dass ich dich zum König salben soll über sein Volk Israel; so höre nun auf die Worte des HERRN [JHVH, Jahve]! So spricht der HERR Zebaoth [Jahve]: Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan und wie es ihm den Weg verlegt hat, als Israel aus Ägypten zog. So zieh nun hin und schlag Amalek. Und vollstreck den Bann an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.“

 

10) Im Alten Testament der Bibel oder der jüdischen Tora gibt es u. a. die Fünf Bücher Moses, auch Pentateuch genannt, in dem Moses die wichtigste Figur ist. Demnach führte der Prophet Mose, von Gott beauftragt, das Volk Israel auf einer vierzigjährigen Wanderung aus der ägyptischen Sklaverei in das Land Kanaan. Während der Wüstenwanderung erfolgte die Gesetzgebung und die Übergabe der Zehn Gebote JHVH’s (Jahves) an die Israelis,VHHVH’s die das Verhalten seines Volkes ihm und dem Mitmenschen gegenüber enthalten. Sie haben im Judentum und Christentum große Bedeutung und haben die Kultur- und Kirchengeschichte Europas und des Westens mitgeprägt. – Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft (2018) hat Moses die fünf Bücher, den Pentateuch, nicht geschrieben.

 

Die Zehn Gebote: 2. Buch Mose, Kapitel 20, 5. Buch Mose, Kapitel 5

 

1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir. 2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 3. Du sollst den Feiertag heiligen. 4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir es wohl gehe und du lange lebest auf Erden. 5. Du sollst nicht töten. 6. Du sollst nicht ehebrechen. 7. Du sollst nicht stehlen. 8. Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist. - “Ich der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der an denen, die mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht bis zu den Kindern im dritten und vierten Glied; aber denen, die mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl bis ins tausendste Glied.

 

10 a) Genozid oder Völkermord ist gegeben, wenn die Absicht bestand, auf direkte oder indirekte Weise eine rassische, ethnische, nationale oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören. -  Völkermord an den Herero und Nama, 1904–1908, durch deutsche Truppen in Deutsch-Südwestafrika / Völkermord an den Armeniern und Völkermord an den syrischen Christen ab 1915. / Porajmos, 1939–1945: Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. / Holocaust, Völkermord, 1941–1945: an Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. / Völkermord der kroatischen Ustascha, 1941–1945: an Serben, Juden und Roma. / Völkermord in Burundi, 1965 und 1972: durch Tutsi an Hutu, bis 300.000 Tote. / Völkermord in Ruanda, 1994: Angehörige der Hutumehrheit töteten 800.000 Mitbürger der Tutsi-Minderheit. / Massaker von Srebrenica, Juli 1995: Bis 8.000 muslimische Bosniaken wurden von der Armee der bosnischen Serben getötet.

 

11) Die ca. 840 v. Chr. verfasste Mescha-Stele (Steintafel mit Inschrift) liefert unabhängig von der Bibel Angaben zur Geschichte Israels. Auszug: „Ich bin Mescha, Sohn des [Stammesgottes] Kemosch …, König von Moab, der Dibonite. Mein Vater war König über Moab dreißig Jahre, und ich herrschte nach meinem Vater. Und ich machte dieses Höhenheiligtum für Kemosch in Qarchoh ich baute sie als Zeichen der Rettung, denn er rettete mich vor allen Angreifern und ließ mich triumphieren über alle meine Gegner ... Und [Gott] Kemosch sprach zu mir: Geh, nimm Nebo [im Kampf] gegen Israel.“ „Und ich zog bei Nacht los und kämpfte gegen es vom Anbruch der Morgenröte bis Mittag. Und ich nahm es ein und tötete alle: siebentausend Männer und Sklaven und Frauen und Sklavinnen und Dirnen, denn ich hatte es dem Kemosch geweiht. Und ich nahm von dort die [Kult-] Geräte JHVHs und schleppte sie vor Kemosch. Und der König von Israel hatte Jahaz gebaut und lagerte darin während seines Feldzuges gegen mich. Da vertrieb ihn Kemosch [Stammesgott] vor mir.“

 

12) Josua führte als Nachfolger des Mose die Israeliten bei der Eroberung des Landes Kanaan. Er trat in Erscheinung, als er im Auftrag des Moses als Heerführer der Israeliten gegen Amalek (Amalekiter) kämpfte. Als einziger begleitete er Mose, als dieser auf den Gottesberg stieg. Dadurch konnte Josua nicht am Abfall des Volkes beim Götzendienst um das Goldene Kalb teilnehmen. Später gehörte er zu den Kundschaftern der zwölf Stämme Israels, welche die Eroberung des Landes Kanaan vorbereiten sollten. Josua und Kaleb drängten auf eine zügige Eroberung Kanaans, während die Führer der anderen Stämme nicht an der Eroberung teilnehmen wollten. Das Strafurteil dafür folgte unverzüglich und dahingehend, das Israel weitere 40 Jahre auf der Wanderung durch die Wüste durchleben musste und solange, bis die ganze Generation gestorben war. Nur Josua und Kaleb durften später in das Gelobte Land bzw. in Kanaan einziehen, so die Schrift. -  2. Mose 17:9; 2. Mose 24:13; 2. Mose 32; 4. Mose 14:16, 4. Mose 13.

 

13) Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN [JHVH, Jahve] allein, der soll dem Bann verfallen. - 2. Mose 22:19

 

Die Bilder ihrer Götter sollst du mit Feuer verbrennen und sollst nicht begehren das Silber oder Gold, das daran ist, oder es zu dir nehmen, damit du dich nicht darin verfängst; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, ein Gräuel. 26 Darum sollst du solchen Gräuel nicht in dein Haus bringen, dass du nicht dem Bann verfällst, wie jener, sondern du sollst Ekel und Abscheu davor haben; denn er steht unter dem Bann. - 5. Mose 7:25,26

 

Wenn du hörst von einer deiner Städte, die dir der HERR, dein Gott, gibt, darin zu wohnen, dass man sagt: 14 Es sind ruchlose Leute aufgetreten aus deiner Mitte und haben die Bürger ihrer Stadt verführt und gesagt: Lasst uns hingehen und andern Göttern dienen, die ihr nicht kennt, 15 so sollst du gründlich suchen, forschen und fragen. Und wenn sich findet, dass es gewiss ist, dass solch ein Gräuel in deiner Mitte geschehen ist, 16 so sollst du die Bürger dieser Stadt erschlagen mit der Schärfe des Schwerts und an ihr den Bann vollstrecken, an allem, was darin ist, auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe des Schwerts. 17 Und alles, was in ihr erbeutet wird, sollst du sammeln mitten auf dem Marktplatz und mit Feuer verbrennen die Stadt und alle ihre Beute als ein Ganzopfer für den HERRN [JHVH, Jahve], deinen Gott, dass sie in Trümmern liege für immer und nie wieder aufgebaut werde. 18 Und lass nichts von dem, was dem Bann verfallen ist, an deiner Hand kleben, auf dass der HERR [JHVH, Jahve] von seinem grimmigen Zorn abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen Vätern geschworen hat, 19, weil du der Stimme des HERRN [JHVH, Jahve], deines Gottes, gehorchst und alle seine Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN [JHVH, Jahve], deines Gottes. - 5. Mose 13:13-19

 

Allein hütet euch vor dem Gebannten und lasst euch nicht gelüsten, etwas von dem Gebannten zu nehmen und das Lager Israels in Bann und Unglück zu bringen. 19 Aber alles Silber und Gold samt dem ehernen und eisernen Gerät soll dem HERRN [JHVH, Jahve] geheiligt sein, dass es zum Schatz des HERRN [JHVH, Jahve] komme. - Josua 6:18-19

 

Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf! Warum liegst du da auf deinem Angesicht? 11 Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe, und haben von dem Gebannten genommen und gestohlen und haben's verheimlicht und zu ihren Geräten gelegt. 12 Darum können die Israeliten nicht bestehen vor ihren Feinden, sondern müssen ihnen den Rücken kehren; denn sie sind dem Bann verfallen. Ich werde hinfort nicht mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte tilgt. 13 Steh auf, heilige das Volk und sprich: Heiligt euch auf morgen! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Es ist Gebanntes in deiner Mitte, Israel; darum kannst du nicht bestehen vor deinen Feinden, bis ihr das Gebannte von euch tut. 14 Und morgen früh sollt ihr herzutreten, ein Stamm nach dem andern; und welchen Stamm der HERR [JHVH, Jahve] treffen wird. - Josua 7:10-14

 

Da sandte Josua Boten hin, die liefen zum Zelt; und siehe, es war verscharrt in seinem Zelt und das Silber darunter. 23 Und sie nahmen es aus dem Zelt und brachten es zu Josua und zu allen Israeliten und legten es nieder vor dem HERRN [JHVH, Jahve]. 24 Da nahmen Josua und ganz Israel mit ihm Achan, den Sohn Serachs, samt dem Silber, dem Mantel und der Stange von Gold, seine Söhne und Töchter, seine Rinder und Esel und Schafe, sein Zelt und alles, was er hatte, und führten sie hinauf ins Tal Achor. 25 Und Josua sprach: Weil du uns betrübt hast, so betrübe dich der HERR [JHVH, Jahve] an diesem Tage. Und ganz Israel steinigte ihn und verbrannte sie mit Feuer. Und als sie sie gesteinigt hatten, 26 machten sie über ihm einen großen Steinhaufen; der ist geblieben bis auf diesen Tag. So kehrte sich der HERR [JHVH, Jahve] ab von dem Grimm seines Zorns. Daher nennt man diesen Ort »Tal Achor« bis auf diesen Tag. - Josua 7:22-26

 

14) Wenn du nicht auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst, indem du nicht auf alle seine Gebote und Gesetze, auf die ich dich heute verpflichte, achtest und sie nicht hältst, werden alle diese Verfluchungen über dich kommen und dich erreichen: 16 Verflucht bist du in der Stadt, verflucht bist du auf dem Land. 17 Verflucht ist dein Korb und dein Backtrog. 18 Verflucht ist die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackers, die Kälber, Lämmer und Zicklein. 19 Verflucht bist du, wenn du heimkehrst, verflucht bist du, wenn du ausziehst. 20 Verfluchtsein, Verwirrtsein, Verwünschtsein lässt der Herr auf dich los, auf alles, was deine Hände schaffen und was du tust, bis du bald vernichtet und bis du ausgetilgt bist wegen deines Tuns, durch das du mich böswillig verlassen hast. 21 Der Herr heftet die Pest an dich, bis er dich ausgemerzt hat aus dem Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen. 22 Der Herr schlägt dich mit Schwindsucht, Fieber und Brand, mit Glut und Trockenheit, Versengung und Vergilbung. Sie verfolgen dich, bis du ausgetilgt bist. 23 Der Himmel über deinem Kopf wird zu Erz, die Erde unter dir wird zu Eisen. 24 Der Herr verwandelt den Regen, den dein Land erhält, in Staub. Asche fällt vom Himmel auf dich herab, bis du vernichtet bist. 25 Der Herr stößt dich nieder und liefert dich deinen Feinden aus. Auf einer Straße ziehst du gegen sie aus, auf sieben Straßen fliehst du vor ihnen. Alle Könige der Erde erschauern vor dir. 26 Deine Leichen liegen da, zum Fraß für alle Vögel des Himmels und für die Tiere der Erde und keiner verscheucht sie. 27 Der Herr schlägt dich mit dem ägyptischen Geschwür, mit Beulen, Krätze und Grind und keiner kann dich heilen. 28 Der Herr schlägt dich mit Wahnsinn, Blindheit und Irresein. 29 Am hellen Mittag tappst du im Dunkel wie ein Blinder. Deine Wege führen nicht zum Erfolg. Dein Leben lang wirst du ausgebeutet und ausgeraubt und niemand hilft dir. 30 Du verlobst dich mit einer Frau und ein anderer schläft mit ihr. Du baust ein Haus und wohnst nicht darin. Du legst einen Weinberg an und hältst nicht einmal die erste Lese. 31 Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet und du bekommst nicht einmal davon zu essen. Dein Esel wird dir weggerissen und kehrt nicht zurück. Deine Schafe und Ziegen werden deinen Feinden ausgeliefert und niemand kommt dir zu Hilfe. 32 Deine Söhne und Töchter werden einem anderen Volk ausgeliefert, du siehst dir den ganzen Tag nach ihnen die Augen aus und zwingst sie doch nicht herbei. 33 Den Ertrag deines Ackers und all deinen Gewinn verzehrt ein Volk, das du früher nicht einmal gekannt hast, und du wirst dein Leben lang nur ausgebeutet und misshandelt. 34 Wahnsinn befällt dich bei dem Anblick, der sich deinen Augen bietet. 35 Der Herr schlägt dich mit bösen Geschwüren am Knie und am Schenkel, und keiner kann dich heilen. Von der Sohle bis zum Scheitel bist du krank. 36 Der Herr bringt dich und den König, den du über dich eingesetzt hast, zu einem Volk, das du und deine Väter früher nicht einmal gekannt haben, und dort musst du anderen Göttern dienen, Göttern aus Holz und Stein. 37 Alle Völker, zu denen der Herr dich führt, wenden sich entsetzt von dir ab, sagen Spottverse über dich auf und stimmen Hohngelächter an. 38 Viel Saatgut trägst du aufs Feld, aber du erntest wenig. Das andere hat die Heuschrecke gefressen. 39 Weinberge legst du an und pflegst sie, aber du trinkst keinen Wein und bringst keinen in den Keller. Der Wurm hat ihn weggefressen. 40 Ölbäume wachsen überall in deinem Land, aber du hast kein Öl, um dich zu salben. Dein Ölbaum hat die Oliven abgeworfen. 41 Söhne und Töchter hast du gezeugt, aber sie sind nicht bei dir. Sie sind als Gefangene weggezogen. 42 Alle deine Bäume und Feldfrüchte nimmt das Ungeziefer in Besitz. 43 Der Fremde, der in deiner Mitte wohnt, steigt immer höher nach oben, hoch über dich hinaus, und du steigst immer tiefer hinab. 44 Er leiht dir aus und du kannst ihm nichts ausleihen. Er wird zum Kopf und du wirst zum Schwanz. 45 Alle diese Verfluchungen werden über dich kommen, dich verfolgen und dich erreichen, bis du vernichtet bist, wenn du auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht hörst und nicht auf seine Gebote und Gesetze, auf die er dich verpflichtet hat, achtest. 46 Für immer werden sie als Zeichen und Wunder an dir und an deinen Nachkommen haften. 47 Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast aus Freude und Dankbarkeit dafür, dass alles in Fülle da war, 48 musst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich ausgesandt hat. Hunger und Durst wirst du leiden, nackt sein und nichts mehr haben. Er legt dir ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat. 49 Der Herr trägt zum Kampf gegen dich ein Volk aus der Ferne herbei, von den Enden der Erde, das wie ein Adler herabstößt, ein Volk, dessen Sprache du noch nie gehört hast, 50 ein Volk mit unbeweglichem Gesicht, das sich dem Greis nicht zuwendet und für das Kind kein Mitleid zeigt. 51 Es verzehrt die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Ackers, bis du vernichtet bist. Es lässt dir nichts übrig vom Korn, vom Wein und vom Öl, von den Kälbern, Lämmern und Zicklein, bis es dich ausgetilgt hat. 52 Es belagert dich in allen deinen Städten, bis die Mauern fallen, die hohen, fest gefügten Mauern, auf die du dich in deinem ganzen Land verlässt. Es belagert dich in allen deinen Städten in dem ganzen Land, das der Herr, dein Gott, dir gegeben hat. 53 In der Not der Belagerung, wenn dein Feind dich einschnürt, musst du die Frucht deines eigenen Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die dir der Herr, dein Gott, geschenkt hat. 54 Der weichlichste und verwöhnteste Mann blickt dann bei dir missgünstig auf seinen Bruder, auf die Frau, mit der er schläft, und auf den Rest der Kinder, die er noch übrig gelassen hat, 55 und möchte niemandem etwas abgeben von dem Fleisch seiner Kinder, das er isst, weil ihm keine Nahrung mehr übrig geblieben ist in der Not der Belagerung, wenn dein Feind dich in allen deinen Städten einschnürt. 56 Die weichlichste und verwöhnteste Frau, die noch nie versucht hat, ihren Fuß auf die Erde zu setzen vor lauter Verwöhntheit und Verweichlichung, blickt missgünstig auf den Mann, mit dem sie schläft, auf ihren Sohn und ihre Tochter, 57 auf die Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und auf die Kinder, die sie noch gebären wird; denn sie will sie heimlich essen, weil sie nichts mehr hat in der Not der Belagerung, wenn dein Feind dich in allen deinen Städten einschnürt. 58 Wenn du nicht auf alle Worte dieser Weisung, die in dieser Urkunde aufgezeichnet sind, achtest und sie hältst, aus Furcht vor diesem herrlichen und furchterregenden Namen, vor Jahwe, deinem Gott, 59 wird der Herr die Schläge, die er dir und deinen Nachkommen versetzt, über alles Gewohnte hinaus steigern zu gewaltigen und hartnäckigen Schlägen, zu schlimmen und hartnäckigen Krankheiten. 60 Er wird alle ägyptischen Seuchen, vor denen du Angst hast, wieder über dich bringen und sie werden an dir haften bleiben. 61 Auch alle Krankheiten und Schläge, die nicht in der Urkunde dieser Weisung aufgezeichnet sind, wird der Herr über dich bringen, bis du vernichtet bist. 62 Dann werden nur noch wenige Leute von euch übrig bleiben, statt dass ihr zahlreich seid wie die Sterne am Himmel; denn du hast nicht auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, gehört. 63 So, wie der Herr seine Freude daran hatte, euch Gutes zu tun und euch zahlreich zu machen, so wird der Herr seine Freude daran haben, euch auszutilgen und euch zu vernichten. Ihr werdet aus dem Land, in das du nun hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, herausgerissen werden. 64 Der Herr wird dich unter alle Völker verstreuen, vom einen Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde. Dort musst du anderen Göttern dienen, die du und deine Väter vorher nicht einmal gekannt haben, Göttern aus Holz und Stein. 65 Unter diesen Nationen wirst du keine Ruhe finden. Es wird keine Stelle geben, wohin du deinen Fuß setzen kannst. Der Herr wird dir dort das Herz erzittern, die Augen verlöschen und den Atem stocken lassen. 66 Du wirst in Lebensgefahr schweben, bei Nacht und bei Tag erschrecken und deines Lebens nicht mehr sicher sein. 67 Am Morgen wirst du sagen: Wenn es doch schon Abend wäre!, und am Abend: Wenn es doch schon Morgen wäre! -- um dem Schrecken zu entfliehen, der dein Herz befällt, und dem Anblick, der sich deinen Augen bietet. 68 Der Herr wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückbringen, auf einem Weg, von dem ich dir gesagt hatte: Du sollst ihn niemals wieder sehen. Dort werdet ihr euch deinen Feinden als Sklaven und Sklavinnen zum Verkauf anbieten, aber niemand wird euch kaufen. - 5. Mose 28:15-68 - (Für "HERR" steht ursprünglich JHVH, heute Jahve gesprochen.)

 

15) So der lateinische Dichter Horaz im 1. Buch der Episteln (Briefe) I, 2,40 f.; 20 v. Chr. veröffentlicht.

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