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Nostradamus-Visionen und ihre Bedeutung

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 Aufstieg und Niedergang des Britischen Empire

 

Die große Herrschaft wird bei England, dem Allmächtigen,

während mehr als 300 Jahren bleiben.

Große Truppenverbände werden Meer und Land überqueren.

Die Portugiesen werden darüber nicht froh sein.  

Centurie 10:100 - Lyon 1568

 

Le grand empire fera par Angleterre,

Le pempotam des ans plus de trois cens:

Grandes copies paffer par mer & terre,

Les Lufitains n’en feront pas contens.

Centurie 10:100 - Lyon 1568

 

Das Britische Weltreich (British Empire) existierte „während mehr als dreihundert Jahre". Es war die größte Kolonialmacht der Geschichte mit Kolonien auf allen Kontinenten. Im Jahre 1921 umfasste es ein Gebiet von mehr als 37 Millionen Quadratkilometern, fast ein Viertel der Landoberfläche dieses Planeten. 500 Millionen Menschen gehörten weltweit dazu, ca. ein Drittel der damaligen Weltbevölkerung. Als im frühen 17. Jahrhundert die Kolonien an der Ostküste Nordamerikas besiedelt wurden, nahm das Britische Weltreich langsam Gestalt an. 1607 wurde die erste dauerhafte Kolonie gegründet. Die Ortschaft hieß Jamestown in Virginia/USA.

 

Die Prophezeiung begann in der Zeit als König Karl I. von England 1649 hingerichtet wurde und Oliver Cromwell die Macht übernahm. Er schuf die Grundlagen für Englands Aufstieg zur Weltmacht. Ab 1649 baute er die englische Flotte aus und erließ zum Schutz der englischen Seefahrt die Navigationsakte (1651, Gesetze zur Förderung und zum Schutz der englischen Schifffahrt und des englischen Handels gegenüber der ausländischen Konkurrenz). Die große holländische Kolonialmacht nahm daran Anstoß und es kam zum Englisch-Holländischen Krieg (1652-1654). England siegte, Holland erkannte die Akte an. 1655 eroberten die Engländer dann die spanische Kolonie Jamaika.

 

Ihre Flotte, die Royal Navy, wurde weltweit zum Begriff für britische Stärke. Mit Disziplin und ihrer bekannten Tüchtigkeit bauten sie einen weltweiten Handel auf und wurden so die größte Kolonialmacht der Geschichte, das Britisch Empire, reich und fast „allmächtig".

 

Da die betroffenen Länder (Kolonien) oftmals mit der Unterwerfung nicht einverstanden waren, kam es zu Kriegen, für die der Einsatz umfangreicher "Truppenverbände" über „Land und Meer" hinweg erforderlich war.

 

Portugal ("Lusitanier", "Portugiesen"), eine der ganz frühen Kolonialmächte, verlor einige Kolonien an England. Es konnte sich nicht mehr so wie gewünscht weltweit wirtschaftlich entfalten. Bereits Ende des 16. Jh. machten ihnen die Briten das Monopol im Fernhandel mit Ostasien streitig. „Die Portugiesen" konnten natürlich „darüber nicht froh sein".

 

Das Ende wurde sichtbar, als sich am Anfang des 20. Jh. für das Britische Weltreich Einbrüche abzeichneten. Der Anteil am Welthandel sank erheblich. Es verlor Marktanteile an andere industrialisierte Länder und weltweit. Wo der britische Handel einst unangefochten war, ging die Vormachtstellung verloren. Es entstanden in einigen Kolonien Unabhängigkeitsbewegungen, in Indien, Asien und Afrika.

 

Der I. und II. Weltkrieg schwächten die Wirtschaftsmacht des Empire noch mehr. Die Länder waren nicht mehr bereit den Kolonialstatus weiterhin zu akzeptieren. In der Karibik, Afrika, Asien und im Pazifik nahm die Entkolonialisierung ihren Lauf. 1947 wurde Indien unabhängig, Burma 1948, Ceylon 1948, Malaysia 1957, Palästina 1948, Zypern 1960, Ghana 1957. Nigeria, Sierra Leone, Tanganjika, Uganda, Kenia, Sansibar, Gambia, Botswana, Lesotho, Swasiland und die karibischen Kolonien, Jamaika, Trinidad, Tobago, Barbados in den 1960er Jahren. Diese Entwicklung war auch im Pazifik nicht aufzuhalten.

 

Die Zeitspanne von 1649 bis circa 1965 beträgt etwas „mehr als 300 Jahre". Das Britische Weltreich hatte aufgehört zu existieren. 

 

Anmerkungen:

 

Bild: 1865, Englischer Klipper Ariel, Frachtsegelschiff, 853 Tonnen, (1868: China - London in 99 Tagen, Ladung: Tee)

 

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Kleines Wörterbuch:

Empire „Herrschaft" 11. Jh. emperie, empirie, aus lat. imperium; angleterre „Art englischer Stoff" 17. Jh., ist eins mit dem Ländernamen „Angleterre „England"; pempotam „pan-potens", griechisch-lateinisch, „allmächtig" (Anagramm); copies, copie „Nachbildung" 12. Jh., afrz. „Fülle", „Menge", dann „Abschrift", aus lat. copia „Überfluss", „Menge", „Mittel", „Truppen", „Streitkräfte" usw.; passer „sich an einen Ort begeben", „überschreiten", vorübergehen; lusitains, röm. Provinz Lusitania im westl. Portugal u. Westspanien.

 

Quellen: U. a. Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, E. Gamillscheg, 1997.

 

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