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Nostradamus-Visionen und ihre Bedeutung

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Verfall der Kirche und immer mehr die von ihr nichts wissen wollen.

 

Mars bedroht uns mit seiner kriegerischen Kraft.

Siebzig mal wird er das Blut vergießen lassen.

Vermehrung und dann Verfall der Kirche

Und mehr die Zahl derer, die von ihr nichts wissen wollen.

Centurie 1:15 - Lyon 1568

 

Mars nous menasse par sa force bellique,

Septante fois fera le sang espandre:

Auge & ruyne de l’Ecclesiastique,

Et plus ceux qui d’eux rien voudront entendre.

Centurie 1:15 - Lyon 1568

 

„Mars bedroht uns mit seiner kriegerischen Kraft“, so die symbolische Sprache des Sehers. „Mars“ war ein Kriegsgott im alten Rom, der sinnbildlich „mit seiner kriegerische Kraft“ unsägliches Leid über die Menschen in Frankreich bringen würde.

 

So begann schon ein Jahr nach dem Tod des Sehers im Jahre 1566 in Frankreich der zweite von acht Glaubenskriegen, zwischen den Protestanten bzw. den Calvinisten, den sogenannten Hugenotten und den Katholiken, bekannt auch durch das Massaker in der Bartholomäusnacht im August 1572. Dabei wurden in Paris ca. 3000 Protestanten und in der Provinz mehrere Tausend ermordet. Bis Oktober fanden in diversen großen Städten Frankreichs ähnliche Verfolgungen statt, bei denen bis zu 15.000 christliche Hugenotten massakriert wurden.

 

Das Schlachten nahm kein Ende, denn selbst der allerchristlichste Sonnenkönig Ludwig XIV. führte in seiner über fünfzigjährigen Amtszeit im 17./18. Jh. fast dauernd Krieg. [9] Von 1555 bis zum heutigen Jahr 2014 trafen Frankreich ca. 50 Kriege, sodass auch die Zukunft nicht immer friedlich sein wird.

 

„Siebzig“ kann jedoch durchaus auch ein Symbol für alle Kriege sein, die Frankreich seit Mitte des 16. Jahrhunderts und in den kommenden Zeiten erleben wird. (Größeres Bild)

 

Seit dem Zeitalter der Aufklärung in der Geschichte Europas und Nordamerikas, vermehrt durch zunehmende Erkenntnisse der Wissenschaft und Neuerungen, wie z. die Druckerpresse, die Übersetzung und der Druck der Bibel im 15. Jh., wurde sukzessiv ein „Verfall“ der Katholischen Kirche sichtbar. Hinzu kam, dass die theologischen Forschungsergebnisse in einer zunehmend freiheitlicheren Atmosphäre anstiegen und nun auch publiziert werden konnten. Ein großer Teil der kirchlichen Positionen wurde so ad absurdum geführt.

 

Bekannt wurde auch, dass die Katholische Kirche sich seit dem römisch christlichen Kaiser Konstantin I. (306-337), in Wort und Tat und in erschreckender Weise, immer mehr von der Philosophie der urchristlichen Gruppe entfernte [1] und ausgestattet mit der neuen staatlichen Macht andere Religionen beseitigte und über viele Jahrhunderte andersgläubige Christen grausam verfolgte. Alles das, verstärkt durch den Antijudaismus [2], die Inquisition [3],  die Hexenverfolgung [4] und die Kreuzzüge [5], hat Millionen unschuldigen Menschen das Leben gekostet.

 

Besonders das ebenfalls unchristliche und unmenschliche Zölibat [6] für die Priester dieser Gruppe hat viele Gläubige befremdet, zumal die Bedauernswerten in ihrer Not öfters falsche Auswege suchten. So waren die Menschen erschrocken und empört, dass in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in Nordamerika und Europa Zehntausende Kinder von Priestern missbraucht wurden. [7] Jedes Jahr gab es mehr Kirchenaustritte [8].

 

Der Seher hatte vor mehreren Jahrhunderten eine solche Entwicklung in einer Vision gesehen und teilt mit, dass „die Zahl derer mehr“ wird, „die von [der Kirche] nichts wissen wollen“.

 

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Anmerkungen:

 

Bild: Mondaufgang am Meer, Gemälde von 1822 von Caspar David Friedrich  – Google Art Project

 

[1] „Das Unbegreiflichste ist jedoch, wie die Christenheit den lichtvollen Sieg ihres Herrn über die dunklen Mächte wiederum ins Gegenteil verkehrte, ohne dass es ihr zum Bewusstsein kam. Nur schaudernd kann man feststellen, wie die Macht der Finsternis in der Christenheit von Jahrhundert zu Jahrhundert, wieder zunahm". (Das Buch der Ketzer von Walter Nigg, 1903-1988, Schweizer Theologe, S. 308)

 

„Im allgemeinen missbilligte die Frühkirche den Militärdienst wie den Krieg“. (Arnold J. Toynbee, 1889-1975, Universalhistorikers, Das Christentum und die Religionen der Welt, 1959, 74f)

 

„Ihre Religion war für sie identisch mit Frieden, sie verurteilte streng den Krieg“. (C. J. Cadoux, 1883-1974, christlicher Theologe, The Early Christian Attitude to War, A Contribution to the History of Christian Ethics, 1919, S. 245)

 

„Die frühe Kirche hielt Liebe und Töten für unvereinbar.“ „Von allen hervorragenden Schriftstellern in Ost und West wird die Teilnahme von Christen am Kriegsdienst verworfen“. (Roland H. Bainton, 1894-1984, Historiker, The early church an war, in: Harward Theological Review 3, 1946 S. 208, 197)

 

„In jedem Gefängnis standen Kruzifix und Folter Seite an Seite und in fast allen Ländern war die Abschaffung der Folter schließlich auf Bewegungen zurückzuführen, die auf den Widerstand der Kirche stießen, und auf Männer, die die Kirche verfluchte... Fast ganz Europa war viele Jahrhunderte hindurch mit Blut getränkt, das auf direkten Antrieb oder jedenfalls mit voller Zustimmung der geistlichen Behörden vergossen war... Ziehen wir all dies in Betracht, so ist es sicherlich keine Übertreibung zu sagen, dass die Kirche den Menschen ein größeres unverdientes Leid zugefügt hat als irgendeine andere Religion, zu der Menschen sich jemals bekannten“. (William E. H. Lecky, 1838-1903, irischer Historiker u. Publizist, History of the Rise and Influence of the Spirit of Rationalism in Europa, I. 330; II 32,38, zitiert in „Abermals krähte der Hahn“ S. 546, Karlheinz Deschner)

 

[2] „Der Antijudaismus ist in der Kirche immer heftiger geworden“. (Der Theologe Harnack, 1851-1930, Theologe Kirchenhistoriker, Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten, 1924, I 74)

 

 „Jahrhundertelang hatten die Kirchenväter gegen die Juden geschrieben. Die meisten Päpste setzten diese Tendenz fort. Leo der große sprach von den ungeheuren Verbrechen der Juden und nannte sie hassenswert und fluchwürdig. Im 9. Jahrhundert diffamierte sie Papst Stephan als „Hunde“. 1179 verfügte das 3. Laterankonzil, dass Christen, „die sich erdreisten, mit Juden zu leben, dem Kirchenbann unterfallen... Innozenz III. bezeichnete sie im Jahre 1205 als „gottverdammte Sklaven“ und wollte sie alle zu dauernder Knechtschaft verdammt wissen. Das 4. Laterankonzil unter dem Pontifikat desselben Papstes abgehalten, schloss sie von öffentlichen Ämtern aus und verbot ihnen bei großen christlichen Festen das Betreten der Straße. Es ordnete für Juden das Tragen bestimmte Kleidung oder gewisser Abzeichen an – man denke an Hitlers Judenstern! – und erklärte diese Bestimmungen für einen Teil des Kirchenrechtes...

 

Die grausamten Metzeleien, das Zerhacken und Verstümmeln und Aufschlitzen und Lebendig-Verbrennen von ungezählten Tausenden geschah unter der Parole des Glaubens...

 

Sie starben mit Weib und Kind. Sie wurden von den Christen zu Tausenden und  Abertausenden erschlagen, ertränkt, lebendig verbrannt, gerädert, gehenkt, zerhackt, gevierteilt, erwürgt und lebendig begraben. Sie wurden mit Stricken und an den Haaren zum Taufbecken gezerrt. Und der hohe Klerus hat sich an den Zwangstaufen aktiv beteiligt“. (Abermals krähte der Hahn, Karlheinz Deschner, 1996, S. 519, 520)

 

[3] „Die Geschichte der Inquisition kann hier nicht verfolgt werden. Nur an die Behandlung jener Millionen Menschen sei kurz erinnert, die der christliche Staat auf Betreiben der Kirche nach tage- und wochenlangen, durch Papst Innozenz IV. kanonisch genau geregelten Folterungen Jahrhunderte hindurch gemordet hat“. (Abermals krähte der Hahn, 1996, S. 548, Karlheinz Deschner)

 

„Über mehr als fünf Jahrhunderte, von der Etablierung der Inquisition durch Papst Innozenz IV. Anno 1252 bis in die Zeit der Aufklärung, haben die Hüter des allein selig machenden Christenglaubens eine grausige Blutspur gezogen. Nach weit auseinanderklaffenden Schätzungen wurden zwischen einer und zehn Millionen Menschen vom Leben zum Tode befördert, die meisten bei lebendigem Leibe verbrannt.

 

Wie eine bösartige Geschwulst wucherte die Inquisition über Jahrhunderte in der Gesellschaft des Abendlandes. Nicht allein die katholische Kirche war schließlich infiziert. Die Reformer, allen voran Martin Luther und Calvin, gebärdeten sich vermeintlichen Ketzern und Hexen gegenüber zum Teil schlimmer als die päpstlichen Inquisitoren“. - (Gottes willige Vollstrecker, Spiegel 23/1998, 1.6.1998)

 

[4] „Ob Agnes Bernauer oder Jeanne d''Arc [Johanna von Orléans], auf sie und eine Million Frauen wurde allein im Zeitraum zwischen 1450 und 1750 von Gottes willigen Vollstreckern die alttestamentliche Forderung aus dem Zweiten Buch Mose angewandt: "Die Zauberer aber sollst du nicht leben lassen.“ So wurde im Namen des Herrn gefoltert, gemordet...“ (Gottes willige Vollstrecker, Spiegel 23/1998, 1.6.1998)

 

„Die Kirche machte zur Bekämpfung der Hexerei kurzerhand die Inquisition mobil, die gegen die Hexen mit dem gleichen Vernichtungswillen vorging, wie gegenüber allen andern Ketzern, zumal die Hexerei als potenzierte Häresie be­trachtet wurde. Papst Gregor IX. hat zuerst den Befehl ausgegeben, die Hexen neben den Ketzern zu verfolgen, und in der Gegend von Trier kam es zwischen 1230 und 1240 zum ersten Hexenprozess...

  

Die bestialischen Folterungen können durch keine lite­rarische Schilderung auch nur annähernd wiedergegeben werden. Aber wenn auch kein Dichter imstande ist, die zu Tode verängstigten Blicke dieser wehr­losen Opfer adäquat darzustellen, das hilflose Wimmern und röchelnde Stöh­nen der zerschundenen Stiefkinder darf doch auch nicht wortlos übergangen werden...

 

Alles wurde verbrannt, Frauen und Männer, Katholiken und Protestanten, Idioten und Gelehrte, vierjährige Kinder und achtzigjährige Grei­sinnen, alles wurde wahllos und ohne Unterschied auf den Scheiterhaufen befördert und zu Asche verwandelt...

 

Nach dem ausgehenden Mittelalter schwollen die Hexenverfolgungen wie ein reißender Strom an und erreichten im nachreformatorischen Jahrhun­dert ihren Höhepunkt. Es gab Dörfer, wo nach Abschluss der Hexenprozesse nur noch zwei Frauen übrigblieben...

 

Durch die beinahe nicht zu löschenden Hexenbrände, deren Flammen immer neue Hexen hervorbrachten; sind im christlichen Abendland vom vierzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert unzählbare Menschen ums Leben gekommen. An den unschuldigsten Ketzern, die eines imaginären Verbrechens angeklagt waren, hat die Christenheit ein Ur­teil vollstreckt, für welches es weder Rechtfertigung noch Entschuldigung gibt“. (Das Buch der Ketzer von Walter Nigg, 1903-1988, Schweizer Theologe, S. 315)

 

[5]Überall war Kreuzzug und überall sanktionierte der große Sündenerlass den gegenseitigen Massenmord. In Spanien erlangte man den allgemeinen Sündenerlass, wenn man gegen die Almohaden in den Krieg zog. In England galten diejenigen als Kreuzfahrer, die sich gegen Johann ohne Land erhoben. In Preußen wurde der Kreuzzug gegen die Heiden, in Konstantinopel derjenige gegen die Griechen proklamiert.“ (Ernesto Buonaiuti, 1881-1946, Theologe, Geschichte des Christentums I + II, S. 264)

 

 „In keiner Religion ist dieser Fanatismus, die rücksichtslose, vor keinem Frevel zurückschreckende Verfolgung aller Andersdenkenden, so dominierend geworden und geblieben wie im Christentum in all seinen Erscheinungsformen.“ (Eduard Meyer, 1855-1930, deutscher Althistoriker, Ägyptologe und Altorientalist, Ursprünge und Anfänge des Christentums, 4. u. 5. A., 1921 – Blüte und Untergang des Hellenismus in Asien, 1925, zitiert in „Abermals krähte der Hahn“, S. 503, Karlheinz Deschner)

 

„Papst Urban II. wurde vom Beifall umtost, als er 1095 in Clemont zum Kreuzzug aufrief: „Ich spreche zu den Anwesenenden und werde es auch den Anwesenden kundtun, aber es ist Christus der befiehlt...“ Der Papst forderte sogar die Räuber auf, Soldaten zu werden, versprach den Teilnehmern Ablass [ihrer Sünden] und reiche Beute, und das Volk schrie: „Gott will es! Gott will es!“...

 

In anderen Ländern verhielten sich die Kreuzfahrer tatsächlich nicht anders. Nachdem sie beispielweise Antiochien mit dem Ruf „Gott will es“ erstürmt hatten, stachen sie alles nieder, was ihnen begegnete. Ein christliche Augenzeuge berichtet: „Alle Plätze der Stadt waren mit Leichen bedeckt, dermaßen, dass niemand sich wegen des Gestanks dort aufhalten konnte. In den Straßen konnte man nur gehen, indem man über die Körper der Toten hinwegstieg...

 

Über die Eroberung Jerusalems, am Freitag, den 15. Juli 1099, schreibt ein Augenzeuge: „Bald flohen alle Verteidiger von den Mauern durch die Stadt und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedersäbelnd, bis zum Tempel Salomons, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten... Bald durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold, Silber, Pferde und Mausesel an sich; sie plünderten die Häuser, die mit Reichtum überfüllt waren... Die lebenden Sarazenen schleppten die Toten aus der Stadt und machten daraus häuserhohe Haufen. Niemand hat jemals von einem solchen Blutbad unter dem heidnischen Volk gehört oder es gesehen.“ Mit der Niedermetzelung von 60-70.000 Sarazenen endete das fromme Unternehmen...

 

Papst Innozens III. (1198-1216) stachelt auch die Franzosen wider die „häretischen“ Waldenser und Albigenser [Katharer] auf, die mit der Nachfolge Jesu Ernst machen wollten und dann gegen Verheißung von Ablass [ihrer Süden] zu Tausenden ermordet wurden: „Auf Streiter Christi! Das Blut der Gerechten schreit zu dir, dass du der Kirche den Schild des Glaubens gegen deren Feinde vorhältst; erhebe dich und gürte dich mit dem Schwert.“ Darauf erschlug man im Juli 1209 in Béziers etwa 20.000 Einwohner, brannte die Stadt nieder, und schließlich setzte sich der „Heilige Krieg“ in einem zwanzigjährigen Bürgerkrieg fort“. („Abermals krähte der Hahn“, 1996, Karlheinz Deschner, S. 582, 583, 548)

  

[6] Zölibat lat. caelebs‚ „allein, unvermählt lebend“, pflichtmäßige Ehelosigkeit aus religiösen Gründen.

 

„Eine Außenansicht von Hans Küng, Theologie-Professor: „Der Zwang zur Ehelosigkeit der Priester ist für die Krise der katholischen Kirche verantwortlich. Jetzt ist es an der Zeit, das Zölibatsgesetz zu diskutieren.

 

Massenhafter sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Kleriker von den USA über Irland bis Deutschland: ein enormer Imageverlust der katholischen Kirche, aber auch eine Offenbarung ihrer tiefen Krise... Selbstverständlich ist nicht allein der Zölibat schuld an diesen Verfehlungen. Aber er ist der strukturell wichtigste Ausdruck einer verkrampften Einstellung der katholischen Kirchenleitung zur Sexualität, wie dies auch in der Frage der Empfängnisverhütung und anderem zum Ausdruck kommt...

 

Ehelosigkeit kann vom Evangelium her nur als frei ergriffene Berufung (Charisma) und nicht als allgemein verbindliches Gesetz vertreten werden. Paulus hat sich entschieden gegen diejenigen gewendet, die schon damals die Ansicht vertraten, "dass es für einen Mann gut sei, keine Frau zu berühren": "Wegen der Versuchungen zur Unzucht soll jeder Mann seine Frau und jede Frau ihren Mann haben" (1 Kor. 7,1f). Nach dem neutestamentlichen Ersten Brief an Timotheus soll "der Bischof Mann nur einer (nicht: keiner!) Frau sein" (3,2). Petrus und die übrigen Apostel waren in ihrem Dienst verheiratet.

 

Dies blieb durch viele Jahrhunderte für Bischöfe und Presbyter selbstverständlich und hat sich im Osten auch bei den mit Rom unierten Kirchen, wie in der ganzen Orthodoxie, zumindest für die Priester bis heute durchgehalten. Das römische Zölibatsgesetz aber widerspricht dem Evangelium und der alten katholischen Tradition. Es gehört abgeschafft...“

 

(Missbrauch an Klosterschulen, Zölibat und Missbrauch, süddeutsche.de, 27.2.2010, Eine Außenansicht von Hans Küng, Schweizer Theologe, katholischer Priester, Theologie-Professor und Autor.)

 

[7] „Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche ist ein Phänomen, das seit Mitte der 1990er Jahre weltweit größere öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Die Sensibilisierung für das frühere Tabuthema hat viele Opfer ermutigt, selbst noch 30 oder 40 Jahre nach den Vorfällen ihre traumatischen Erlebnisse öffentlich zu machen. Sie berichten sowohl über Fälle sexuellen Missbrauchs, insbesondere durch Priester, Mönche und Nonnen sowie angestellte Erzieher innerhalb der römisch-katholischen Kirche an ihren Schutzbefohlenen und Untergebenen, als auch über den damaligen Umgang kirchlicher Stellen mit den Tätern und Opfern“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche

 

[8] Katholiken: Zahl der Kirchenaustritte steigt deutlich an. Der katholischen Kirche laufen die Mitglieder davon: Im vergangenen Jahr traten fast 180.000 Menschen aus,...“ (Spiegel-Online, 18.7.2014). - 2012 – 118.335, 2011 – 126.488, 2010 – 181.193 Austritte. - „Die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche in Deutschland ist auf einen Rekordwert gestiegen: Im vergangenen Jahr (2014) traten 217.716 Menschen aus.“ Spiegel-Online, 17.07.15, Deutscher Rekord: 218.000 Katholiken treten aus der Kirche aus.

 

[9] „Kaspar versuchte sich in Bezug auf die Sonne zu erinnern, was sein Vater erzählt hatte. Der war überhaupt nicht gut auf Ludwig XIV. (1638-1715) zu sprechen. Man nannte ihn den Sonnenkönig und er hatte das Edikt von Nantes (am 13.7.1598 unter Heinrich IV.), den Hugenotten Religionsfreiheit zu gewährleisten, wieder aufgehoben, sodass seine Vorfahren aus Frankreich fliehen mussten. Aber Napoleon war doch nicht der Sonnenkönig. Ja natürlich. Sein Vater Ledan erzählte ihm jedoch, dass Napoleon mindestens genauso viele Kriege führte, wie eben dieser Sonnenkönig und er nannte Paris das neue Babylon.“ ("Gehe hinaus..." von John Balthasar Baltz, 7. März 2011) Text in Klammern ist Hinzufügung v. minerva79.de.

 

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Kleines Wörterbuch:

 

1. Mars, Planet Mars; nous „uns“, „wir“ 10. Jh., aus lat. nos; menasse, menace „Drohung“ 9. Jh., aus vlat. minacia für lat. minaciae, menacer „bedrohen“ 12. Jh. aus vlat. minacia „Drohung“; par „durch“, „gemäß“, „mittels“ u. ä. 11. Jh.; sa, son „sein“ 9. Jh.; forc, force „Kraft“, „Gewalt“ 12. Jh., afrz. auch „Mut“, „Streitmacht“; bellique, belliqueux „kriegerisch“ 15. Jh. aus lat. bellicosus; 2. septante „siebzig“ 13. Jh. setante, aus vlat. septanta; fois, „mal“ 11. Jh. feiz, aus lat. vices „Wechsel“; fera wird; le, les, la, 1. „der, die“ usf., 2. „ihn“, „sie“; sang „Blut“ 10. Jh. aus lat. sanguis; espandre, épandre „ausstreuen“, „verbreiten“, „ergießen“ 12. Jh., afrz. „ausbreiten“, „ausschütten“, intr. „ausfließen“ aus lat. expandere „ausbreiten“; 3. auge, augmenter „vermehren“ 14. Jh., aus lat. augmentare, (lat. augere „wachsen, vermehren usw.); ruyne, ruine „Einsturz“, „Verfall“ 12. Jh., aus lat. ruina; de „von“, aus lat. de „von“, „betreffs“, u. ä.; l’ Ecclesiastique „die kirchliche“, Ecclesiastique „kirchlich“, „Kleriker“; 4. et „und“ aus lat. et; plus „mehr“ 11. Jh., aus lat. plus; ceux, celui, celle, celles „derjenige“ usf., ist afrz. die substantivische Form von cel, celle; qui, 1. „welcher“ aus lat. qui, 2. „welchen“, „wen“, afrz. cui, aus lat. cui „welchem“; d’eux „sie“; rien „etwas“, „nichts“ 11. Jh., bedeutet afrz. auch subst. „Ding“, „Wesen“; voudront „wollen“; entendre „beachten“, v. a.; „verstehen“, „hören“ 12. Jh., afrz. mit à „auf etwas bedacht sein“, „auf etwas hören“.

 

Quellen: U. a. Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, E. Gamillscheg, 1997.  

 

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