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Nostradamus-Visionen und ihre Bedeutung

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Die Invasion der Alliierten Armeen in der Normandie/Frankreich

 

Wenn der Land- und Wasserfisch mit

einer starken Woge an den Strand gesetzt wird

und die fremdländischen Verbände [1] angenehm und

schrecklich sind, werden die Feinde bald darauf

vom Meer zu den Mauern gedrängt.

Centurie 1:29 - Lyon 1568

 

Quand le poisson terrestre & aquatique,

Par forte vague au gravier fera mis:

Sa forme estrange suave & horrifique,

Par mer aux murs bien tost les ennemis.

Centurie 1:29 – Lyon 1568

 

Erst am 6. Juni 1944, dem Tag der alliierten Landung in der Normandie/Frankreich, erkannten einige Nostradamusforscher den Sinn dieser bildhaften Vision. Monate zuvor waren in Großbritannien fast drei Millionen Soldaten, US-amerikanische, englische und kanadische Truppen als „fremdländische Verbände“, zusammengezogen worden. Am 5. Juni 1944 verließen 6.991 Schiffe, symbolisiert als „Land- und Wasserfisch“ und als „starke Woge", die Häfen Englands und steuerten auf die Küste des Départements Calvados/Frankreich zu.

 

Die deutschen Streitkräfte hatten im Sommer 1940 Frankreich überfallen und in 6 Wochen besiegt. Nun saßen sie in ihren Befestigungsanlagen an der französischen Küste und warteten auf einen Angriff.

 

Besonders tragisch verlief die Invasion am französischen Küstenabschnitt bei Colleville-sur-Mer und Saint-Laurent-sur-Mer (Normandie), auch Omaha Beach genannt. Die flachen alliierten Landungsboote, gefüllt mit jungen Soldaten, rasten auf den Strand zu. Die großen Frontklappen öffneten sich und sie waren, trotzt massiver See- und Luftunterstützung, dem feindlichen MG-Feuer ausgeliefert. Bereits gegen 10:00 Uhr lagen an der Küste von Omaha Beach 2.000 tote alliierte Soldaten.

 

Größere Landungsboote enthielten auch für diesen Landungsabschnitt Sherman-Schwimmpanzer (DD-Tanks), Jeeps und andere Militärfahrzeuge. 27 der 29 propellergetriebenen, ca. 7 km/h schnellen, 35 Tonnen schweren und mit einer Schwimmhülle versehenen Panzer (DDs), gingen noch während der Anfahrt auf See unter. Die Wellen waren an diesem Tag mit ca. 2 Metern viel zu hoch, auch hatte man sie zu früh zu Wasser gelassen, sodass die Entfernung zum Strand zu groß war.  Die Atemgeräte dieser Panzer reichten nur für fünf Minuten. Alle ihre Besatzungen ertranken.

 

Bei anderen Invasionsabschnitten, wie z. B. am Sword Beach, Gold Beach, Juno Beach und Utah Beach, waren diese Panzer wesentlich erfolgreicher und es war für einen Menschen aus dem 16. Jh. sicher beeindruckend, diese Ungetüme, mit der Kanone vorweg, schwimmend im Meer und fahrend und feuernd an Land zu sehen, sozusagen als „Land und Wasserfisch“.

 

Einerseits war die Befreiung durch die Invasionstruppen für die Franzosen „angenehm“, andererseits auch „schrecklich“, da manche Städte der Normandie so hart umkämpft wurden, dass sie danach unbewohnbar waren. Ein Teil der Orte wurde durch die Flugzeuge der Alliierten bombardiert, da sich dort deutsche Truppen festgesetzt hatten. Bei den Kämpfen sind tausende französische Zivilisten umgekommen. Auch bei dem weiteren Vorrücken der Befreier ließen sich Zerstörungen und Verluste der Zivilbevölkerung leider nicht verhindern.

 

Nach großen Opfern wurden „die Feinde", die deutschen Truppen, bis zum 25. August 1944 bis Paris (Stadt- "Mauern" [2]) „zurückgedrängt und noch im gleichen Jahr über die Maginotlinie („Mauern"), einem französischen Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Deutschland. Auch der Westwall, die Siegfried-Linie („Mauern"), ein über 630 km verteiltes deutsches Verteidigungssystem, mit über 18.000 Bunkern, Stollen, Gräben und Panzersperren, hielt die „fremdländischen Verbände", die große alliierte Hilfsarmee nicht auf.

 

Vieles unterliegt dem Wandel und so ist eine Wiederholung eines solchen Ereignisses in einem größeren Zeitfenster nicht auszuschließen. Das Symbol „Land- und Wasserfisch" weist möglicherweise auf eine weitere große Entwicklung von Amphibienfahrzeugen hin.

 

Es ist daher gut möglich, dass u. a. moderne Amphibienfahrzeuge, wie z. B. das Expeditionary Fighting Vehicle oder das Assault Amphibious Vehicle (AAV7), also schwimmfähige, bewaffnete Personentransporter oder deren Weiterentwicklungen gemeint sind, die aus dem Wasser kommend auf dem Land weiterfahren können.

 

Heute ist es schwer vorstellbar, dass die Atommacht Frankreich noch einmal Ähnliches erleben muss. Die Zukunft wird es zeigen.

 

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Anmerkungen:

 

Bild: Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika.

 

[1] Forme „Form", mittelfranzösisch u. a. auch militärische Formation.

 

[2] Die Pariser Stadtmauern waren Befestigungsringe. Im Laufe der Geschichte entstanden so circa sieben Mauerringe, sodass Paris bis ins 20. Jahrhundert immer von einem Mauerkranz umgeben war. 

 

 

 

Kleines Wörterbuch:  

1. Quand „als", „wenn" 10. Jh. quant, aus lat. quando; poisson „Fisch" 10. Jh.; terrestre „irdisch" 12. Jh. aus lat. terrestris; aquatique „im Wasser lebend" 13. Jh., aus lat. aqueticus; 2. par, 1. „durch", „gemäß", „mittels" u. ä., 2. „seitens"; forte „stark" 18. Jh., aus ital. forte; vague „Woge" 12. Jh.; gravier „Kies" 12. Jh.; mis, mettre „stellen", „setzen" u. ä. 10. Jh., aus lat. mittere „senden"; 3. sa, son „sein" 9. Jh.; forme „Form" 11. Jh., im mittelfrz. auch militärische Formation u. a.; estrange, étrange „fremd", „außerordentlich" 12. Jh. estrange, meistens estraigne, estragne; suave „süß" 16. Jh., aus lat. suavis; horrifique, horreur „Schrecken" 12. Jh., aus lat. horrore; 4. mer „Meer" 11. Jh.; mur „Mauer" 10. Jh., aus lat. murus; bien, bientot „bald", „nächstens" 14. Jh., ist zusammengesetzt aus adverbiellem bien und tot „rasch"; tost, tot „rasch", „bald" 10. Jh., aus vlat. totcito „ganz rasch"; les, le, la, les 1. „der, die" usf., 2. „ihn", „sie"; ennemi „Feind" 9. Jh. inimi, 12. Jh. enemi, aus lat. inimicus.

 

Quellen: U. a. Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, E. Gamillscheg, 1997  

 

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