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Nostradamus-Visionen und ihre Bedeutung

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2. Golfkrieg im Irak u. Kuwait u. die unbillige, unangemessene Härte.


 Unter den Gegensätzen in der Gegend von Babylon

wird das Blutvergießen groß sein,

das Land und Meer, Luft und Himmel unbillig [1] sein werden,

Sekten, Hunger, Krankheiten, Regierungen, Verwirrung.

1:55 – Lyon 1568

 

Soubz l'opposite climat Babilonique,

Grande sera de sang effusion:

Que terre & mer, air, ciel sera inique,

Sectes, faim, regnes pestes, confusion.

1:55 – Lyon 1568

 

Der Erste Golfkrieg zwischen dem Iran und Irak von 1980 bis 1988 mit seiner extremen Brutalität, insbesondere durch den massenhaften Einsatz von verschiedenen Giftgasen durch den Irak und durch seine hohen menschlichen und wirtschaftlichen Verluste war gerade zu Ende, als sich ein neuer Abgrund auftat, wie ihn Mesopotamien, der heutige Irak, noch nie erlebt hatte.

 

Am 2. August 1990 drangen ungefähr 100.000 irakische Soldaten mit Panzern, Infanterie und Flugzeugen in das Emirat Kuwait ein und am 8. August erklärte der Irak die Annexion des Landes. Daraufhin bildeten die Vereinigten Staaten von Amerika mit 34 anderen Ländern [2] ein Militärbündnis gegen die Republik Irak. Es kam zum Zweiten Golfkrieg, zu einem der schwersten Kriege seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, zum „Unternehmen Wüstensturm“, legitimiert durch die Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates.

 

„Himmel“: Am 17. 1. 1991 begann ein furchtbarer Luftkrieg, an dem sich auch Frankreich mit 52 Flugzeugen beteiligte. Am ersten Tag flogen die vereinigten Streitkräfte mit 750 Kampfflugzeugen und B52-Bombern ca. 1300 Angriffe auf Ziele im Irak. Dabei wurden alle Leitzentren, Radaranlagen, viele Raketenstellungen und ein großer Teil der irakischen Kampfflugzeuge zerstört. Am nächsten Tag beschoss der Irak Israel mit Scud-Raketen. Im Lauf des Krieges insgesamt 40 auf Israel und 46 auf Saudi-Arabien. Doch die Flugzeuge der Koalition zerstörten alle kriegswichtigen und andere Ziele im Irak, so auch die Energieversorgung, die Trinkwasserversorgung, die Steuersysteme aller großen Staudämme, Pumpstationen und Kläranlagen, sodass die Abwässer direkt in den Fluss Tigris flossen, dessen Wasser dann Krankheiten bei der Bevölkerung zur Folge hatte.

 

„Hunger und Krankheiten“: Durch Wirtschaftssanktionen, dem folgenden Hunger und durch den Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung wurden besonders viele Kinder krank. Typhus- und Cholerafälle nahmen rapide zu. US-Ärzte schätzten, dass mindestens 170.000 Kinder bis zum Alter von fünf Jahren im ersten Jahr sterben würden. Es fehlte an allem: an Medikamenten, Vitaminen und vor allem an Milch. Ein UNICEF-Report recherchierte 1998, dass durch die Sanktionen ca. 90.000 Menschen pro Jahr sterben würden, besonders die Kleinkinder und Babys.

 

„Land und Meer“: Dann, am 24. 2. 1991, begann der Bodenkrieg. 660.000 Soldaten hatten sich auf dem Kriegsschauplatz versammelt. Bereits am 27. 2. war Kuwait befreit. Mehr als 100.000 irakische und 124 amerikanische Soldaten starben. 29 irakische Divisionen wurden kampfunfähig gemacht, ca. 3.000 Kampfpanzer, ca. 1800 gepanzerte Fahrzeuge und ca. 2100 Artilleriegeschütze zerstört. Die kleine Marine des Iraks war schnell vernichtet. Zwei US-Flugzeugträgerkampfgruppen befanden sich bereits seit August 1990 im Kampfgebiet und zwei Kampfschiffe der US-Iowa-Klasse beschossen Stellungen u. a. mit Marschflugkörpern und 40,6 cm Granaten, die auch ca. 6 Meter Stahlbeton durchschlagen konnten.

 

Der irakische Verteidigungsgürtel um Kuwait war ohne jede Chance. Tagelange Bombenangriffe und Artilleriefeuer, Napalm-Brandbomben gegen mit Öl angefüllte Panzergräben, Aerosol-Bomben, die tödlichen Explosionsdruck bis in unterirdische Festigungen verteilen, sieben Tonnen schwere Bomben, die noch in mehreren Hundert Metern Entfernung Menschen und Material zerquetschen, Raketen aus mehrrohrigen Werfern, die mit einem Schuss fast 8000 Sprengkörper großflächig verschießen und immer wieder B-52-Bomber mit ihrer tödlichen Last führten zur völligen Demoralisierung der irakischen Truppen.

 

„Luft und Meer“: Als am 26. 2. 1991 die irakischen Truppen mit ihrem Rückzug aus Kuwait begannen, steckten sie ca. 950 Ölquellen in Brand und ließen aus den kuwaitischen Ölanlagen riesige Mengen Öl in den Persischen Golf fließen mit verheerenden Folgen für die Umwelt. Jeden Tag gingen drei Millionen Barrel Erdöl (1 Barrel = 159 Liter) in Flammen auf. Qualmwolken verdunkelten den Himmel und fielen noch Hunderte von Kilometern entfernt als klebriger, schwarzer Regen nieder.

 

Auch am Tage war in Kuwait dunkle Nacht und die ortsübliche Temperatur viel um die Hälfte. Überall schwarze Lachen aus Öl und Regen und aus den Ölbohrstellen schlugen Flammen bis zu 140 Meter hoch, drum herum und darüber schwarzer Rauch.

 

„Himmel“: Die restlichen irakischen Soldaten versuchten auf der langen „Straße des Todes“ von Kuwait nach dem Irak zu flüchten. Ein Fahrzeug reihte sich an das andere. Doch den amerikanischen F-16-Maschinen und Jagdbombern des US-Flugzeugträgers Ranger konnten sie nicht entkommen. Sie wurden Opfer des schlimmsten Luftangriffes, den es in dem 43-Tage-Krieg gegeben hatte. Raketen und Streubomben zertrümmerten alles, bis zu 2000 Fahrzeuge. Tausende Insassen kamen um – am Mutla Ridge. In der Symbolsprache des Sehers: ‚Der Himmel war unbillig’ oder von einer nicht angemessenen Härte.

 

„Sekten/Gruppen“: Nach dem Krieg regierte der irakische Präsident Saddam Hussein (1937-2006) weiter. Die kurdische und schiitische Rebellengruppe im Irak wurde von ihm nun exzessiv verfolgt. Sie hatten während des Krieges nicht auf der Seite ihrer Regierung gestanden und angefangen gegen sie zu kämpfen. Millionen der Kurden mussten in umliegende Länder fliehen. Die Schiiten flohen angesichts der T72-Panzer der irakischen Republikanischen Garden aus dem südlich gelegenen Basra und aus ca. zwei Dutzend anderen Städten in die Sümpfe. Dort waren ca. 150.000 von ihnen vorerst sicher.

 

Der Staatspräsident des Iraks, Saddam Hussein, wollte sich nicht beugen und wurde verdächtigt noch über Chemiewaffen zu verfügen. So kam es im Jahre 2003 zu einem Präventivkrieg ohne UN-Mandat, an dem die USA, die Engländer und 43 andere Länder beteiligt waren. Der massive Einsatz der Boden-, Luft- und Seestreitkräfte brachte erneut großes Leid über die irakische Bevölkerung. Dieser sogenannte Dritte Golfkrieg begann am 20. März 2003 mit der Bombardierung Bagdads und endete nach der Eroberung der Stadt am 1. Mai 2003. Das Land wurde bis zum Jahr 2011 durch die Sieger besetzt.

 

In dieser Zeit und danach kam es im Irak zwischen den verschiedenen irakischen Gruppen und gegen die westlichen Besatzungstruppen zu Tausenden grausamen Terroranschlägen ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder und zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, zu Kriegshandlungen und Gewaltkriminalität. Der Staatspräsident Saddam Hussein wurde von einem irakischen Militärgericht verurteilt und 2006 gehängt.

 

Die tragischen Ereignisse der beiden Kriege gegen das Zweistromland Mesopotamien, dem heutigen Irak, erinnern etwas an die Vision des christlichen Johannes auf Patmos aus dem 1. Jahrhundert:

 

„Da stieg Rauch aus dem Schacht auf, wie aus einem großen Ofen und Sonne und Luft wurden verfinstert durch den Rauch aus dem Schacht. 3 Aus dem Rauch kamen Heuschrecken über die Erde und ihnen wurde Kraft gegeben, wie sie Skorpione auf der Erde haben ... 7 Und die Heuschrecken sehen aus wie Rosse, die zur Schlacht gerüstet sind; auf ihren Köpfen tragen sie etwas, das goldschimmernden Kränzen gleicht und ihre Gesichter sind wie Gesichter von Menschen, 8 ihr Haar ist wie Frauenhaar, ihr Gebiss wie ein Löwengebiss, 9 ihre Brust wie ein eiserner Panzer; und das Rauschen ihrer Flügel ist wie das Dröhnen von Wagen, von vielen Pferden, die sich in die Schlacht stürzen. 10 Sie haben Schwänze und Stacheln wie Skorpione und in ihren Schwänzen ist die Kraft, mit der sie den Menschen schaden, ...“  (Bibel, Offenbarung 9:2-3, 7-10)

 

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Anmerkungen:

 

Bild: © Von Irakern angezündete Ölförderanlagen in Kuwait im März 1991, United States Army

 

[1] unbillig (nicht angemessene) Härte, ungerecht, ungnädig

 

[2] Militärbündnis von 34 Ländern gegen den Irak: Vereinigten Staaten von Amerika, Afghanistan, Ägypten, Argentinien, Australien, Bahrain, Bangladesch, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Honduras, Italien, Kanada, Katar, Kuwait, Marokko, Niederlande, Niger, Norwegen, Oman, Pakistan, Polen, Portugal, Saudi-Arabien, Senegal, Spanien, Südkorea, Syrien, Tschechoslowakei, Türkei, Ungarn, Vereinigten Arabischen Emirate, Vereinigtes Königreich (England).

 

Kleines Wörterbuch:

 

1. sous „unter“ 10. Jh. soz, aus dem lat. Adverbium subtus „unterhalb“; opposer „entgegensetzen“ 12. Jh., ist Umbildung von lat. (opponere), opposition „Gegenüberstellung“ aus lat. (oppositione); climat „Klima“ 14. Jh., aus lat. (griechisch) (clime, climate), „Neigung der Erde gegen die Pole vom Äquator“, „Klima“, anderseits „Gegend“; Babilonique „Babylon“; 2. grand „groß“ 10. Jh., afrz. grant; sera, werden; de „von“, aus lat. de „von“, „betreffs“, u. ä.; sang „Blut“ 10. Jh. aus lat. sanguis; effusion „Ausguss“ 12. Jh., aus lat. (effusione); 3. que „welcher“, „was“, „dass“; terre „Erde“ 10. Jh., aus lat. terra; mer „Meer“ 11. Jh.; air „Luft“ 12. Jh.; ciel „Himmel“ 9. Jh., aus lat. caelum; inique „unbillig“ 14. Jh. aus lat. (iniquus); 4. secte „Sekte“ 13./14. Jh., aus lat. secta „philosophische Lehre“, „Sekte“; faim „Hunger“ 11. Jh., aus lat. fames; regne „Königsherrschaft“, „Herrschaft“ 10. Jh. aus lat. (regnum); peste „Pest“ 16. Jh., aus lat. (pestis) „Seuche“; confusion „Verwirrung“ 11. Jh., aus lat. (confusione).

 

Quellen: U. a. Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, E. Gamillscheg, 1997.  

 

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