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Nostradamus-Visionen und ihre Bedeutung

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Persien/Iran: Sturz des Schahs Pahlavi - Rückkehr des Ayatollahs Khomeini.

 

Regen, Hunger, Krieg nehmen in Persien kein Ende.

Der sehr große Glaube verrät den Herrscher.

Sein Ende nimmt von Frankreich seinen Ausgang.

Geheimes Vorzeichen für sein Schicksal.

Centurie 1:70 - Lyon 1568

 

Pluye, faim, guerre en Perse non cessée,

La foy trop grand trahira le monarque:

Par la finie en Gaule commencée,

Secret augure pour à un eftre parque.

Centurie 1:70 – Lyon 1568

 

Die Prophezeiungen des Sehers erstrecken sich über einen Zeitraum von circa 2242 Jahren. „Von jetzt an (1555) bis zum Jahr 3797" [1]. In mehreren Visionen wurden ihm Zukunftsereignisse die Persien betrefffen gezeigt, welche ihn zu der traurigen Aussage veranlassten: „Regen, Hunger, Krieg nehmen in Persien kein Ende".

 

Die globale Klimaveränderung und die Erderwärmung werden auch an Persien [2] nicht vorübergehen, da sich durch weltweit steigende Lufttemperaturen die Verdunstungsrate und somit die Niederschläge erhöhen. Es ist jedoch auch möglich, dass der Seher das Bild von aus dem „Himmel“ niederfallenden Fliegerbomben, Raketen und Giftgasgranaten nicht umfänglich verstehen konnte und hierfür das Symbol „Regen“ verwendete.

 

Seit 1941 regierte Mohammad Reza Schah Pahlavi Schahanschah [3] den Iran (Persien). Zu seinen Modernisierungsbestrebungen gehörte auch die Verpachtung kaiserlicher Ländereien (1951) an die Bauern. Um weiteres Land verteilen zu können, ordnete er 1962 eine Aufteilung des privaten Großgrundbesitzes an. 1963 stellte er sein Programm der Weiße Revolution vor, das soziale und wirtschaftliche Reformen vorsah. 1975 beendete der Schah das Mehrparteiensystem, sodass nur noch die iranische nationale Erneuerungspartei zugelassen war.

 

Sein Gegner in dieser Vorhersage war der iranische schiitisch-muslimische Ayatollah Khomeini [4], der seit den dreißiger Jahren ein Kritiker der Pahlewi-Dynastie war. 1963 stellte er sich gegen die Landreform, die Gleichberechtigung der Frau (Wahlrecht), sowie gegen die Abschaffung des weiblichen Heiratsalters von 9 Jahren und wurde verhaftet. Er fand Zuflucht in der Türkei und dann im Irak, wo er sich 1964 in an-Najaf, der heiligen Stadt der Schiiten [5] niederließ. 1978 wurde er aus dem Irak ausgewiesen. Aufnahme fand er in einem Vorort von Paris, von wo aus er seinen Kampf gegen den Schah und die Vereinigten Staaten von Amerika fortsetzte. „Sein [des Schahs] Ende nimmt von Frankreich seinen Ausgang".

 

„Der sehr große Glaube verrät den Herrscher". 1978 brachen in verschiedenen iranischen Städten unter Anführung konservativer schiitischer Muslime Aufstände aus. Die Muslime forderten die Umwandlung des Staates in eine islamische Republik. Die Oppositionsbewegung wurde durch den immer noch in Frankreich im Exil lebenden Ayatollah [6] Khomeini angeführt. Seine Verbannung, mit der vorhergehenden Odyssee über die Türkei, Irak und Paris, war ein „geheimes Vorzeichen für sein [des Schahs] Schicksal", der Ähnliches erleiden würde.

 

Ende des Jahres 1978 herrschten in Persien (Iran) bürgerkriegsähnliche Zustände. 1979 zwangen die Gefolgsleute des Ayatollahs den Schah ins Ausland zu fliehen, und seine 37-jährige Herrschaft zu beenden. Kurz darauf kehrte Khomeini aus seinem Pariser Exil zurück und war der Anführer der islamischen Revolution, die den Iran von allen westlichen Einflüssen und von jeglicher Opposition gegen das Regime der Geistlichen befreien sollte. Khomeini begann mit der Errichtung einer islamischen Republik und setzte sich an die Spitze des Staates.

 

Schah R. M. Pahlavi „sein Schicksal" [7] war nun dem des Ayatollah ähnlich. Nach einer Irrfahrt über Ägypten, Marokko, die Bahamas und Mexiko kam der krebskranke Schah im Oktober 1979 in New York an. Er musste die USA wieder verlassen, zog nach Panama und kehrte letztlich nach Ägypten zurück. Er starb am 27. Juli 1980 in Kairo.

 

1980 – 1988 kam es zum I. Golfkrieg zwischen dem Iran (Persien) und dem Irak. Im September 1980 begann die Invasion der Iraker, die in Persien (Iran) einfielen. Es kam zu einem furchtbaren achtjährigen Krieg. Der Irak wurde dabei von arabischen Nachbarstaaten durch umfangreiche Finanzhilfen, vor allem durch Saudi-Arabien, unterstützt.

 

Die Truppen Saddam Husseins (Irak) setzten u. a. auch massiv Chemiewaffen ein, indem sie Fliegerbomben, Artilleriemunition und Raketen verwendeten, die mit Senfgas, Sarin und Tabun gefüllt waren. Die Chemiewaffenproduktion stieg dadurch von 10 Tonnen im Jahre 1982 auf 899 Tonnen im Jahre 1988 an.

 

Es starben etwa 1 Million Menschen, darunter viele iranische Kindersoldaten, die oft als Minenräumer eingesetzt wurden. Man hatte ihnen einen Plastikschlüssel um den Hals gehängt, der die Pforte zum Paradies aufschließen sollte. Ein persisches Schulbuch berichtet von 36.000 Schuljungen, die im Krieg als Märtyrer starben. „Regen, Hunger, Krieg nehmen in Persien kein Ende".

 

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Anmerkungen:

 

Bild: Iranischer Kindersoldat im Ersten Golfkrieg, Sept. 1980 - Aug. 1988, zwischen Iran und dem Irak. © „Children In iraq-iran war4“ von Unbekannt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Basidsch-e_Mostaz'afin

 

[1] Brief an seinen Sohn Cäsar v. 1. März 1555.

[2] Persien, seit 1934 heißt das Land offiziell Iran.

[3] Mohammad Reza Schah Pahlavi Schahanschah (1919- 1980), Schah von Iran (1941-1979)

[4] Khomeini, Ruhollah Mussawi Hendi (1900-1989), iranischer Ayatollah.

[5] Schiiten, neben den Sunniten die kleinere der beiden Hauptgruppen des Islam.

[6] Ayatollah („Geschenk Gottes")

[7] Parque „Parzen", in der griechischen Mythologie drei Göttinnen,

-----welche das Leben und Schicksal der Menschen bestimmten.

 

Kleines Wörterbuch: 

1. Pluie „Regen" 12. Jh., aus vlat. ploia, dieses für lat. pluvia; faim „Hunger" 11. Jh., aus lat. fames; guerre „Krieg" 11. Jh., afrz. auch vereinzelt „Wirrnis", „Durcheinander", „Feindschaft", „Widerstand"; en „in", „auf" 9. Jh., afrz. auch „unter", „zwischen"; Perse „Persien"; non „nein" in Zusammensetzungen „nichts-", „un-", aus lat. non; cessèe, cesse „Aufhören" 12. Jh., cesser „aufhören"; 2. foy, foi „Glaube", 11. Jh. feid, aus lat. fides „Treue"; trop „zu sehr" 11. Jh., bedeutet afrz. „überaus", „sehr", „ziemlich"; grande, grand „groß" 10. Jh., afrz. grant; trahira, trahir „ausliefern" va.; „verraten" 10. Jh., aus vlat. tradire für lat tradere; monarque „Alleinherrscher" 14. Jh., aus lat. monarcha; 3. par „durch", „gemäß", „mittels" u. ä. 11. Jh.; finie, finir „vollenden", „zu Ende gehen" 12. Jh. fenir, aus lat. finire, afrz. finer bzw. fin „Ende"; Gaule, gaulois „gallisch" 17. Jh., ist Abl. von Gaule „Gallien"; commencée, commencer „anfangen" 10. Jh., aus vlat. cominitiare, Abl. v. initium „Anfang"; 4. secret „geheim" 12. Jh., aus lat. secretus, „Geheimnis" 12. Jh., aus lat. secretum; augure, augurer „vorhersagen" 14. Jh., aus lat. augurari; pour, „für" 9. Jh.; un „einer" 10. Jh., aus lat. unus; estre, etre „sein" aus vlat. essere für lat. esse; parque „Parze" 16. Jh., aus lat. parca.

 

Quellen: U. a. Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, E. Gamillscheg, 1997.

 

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