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Nostradamus-Visionen und ihre Bedeutung

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Die Rückkehr Israels nach Palästina - Verfolgung und Teilung des Landes.

 

Die unfruchtbare Synagoge ohne irgendeine Frucht

wird aufgenommen zwischen den Ungläubigen.

Von der Tochter Babylons droht ihr Verfolgung.

Elend und traurig wird man ihr die Flügel abschneiden.

Centurie 8:96 - Lyon 1568

 

La synagogue sterile sans nul fruit

Sera receue entre les infideles

De Babylon la fille du porsuit

Misere & triste luy trenchera les aisles.

Centurie 8:96 - Lyon 1568

 

Lange ist es her, dass infolge von Aufständen der Juden die römische Besatzungsmacht im Jahre 70 n. Chr. die Stadt Jerusalem und den Tempel zerstörte. Alles brannte, der Rest wurde geschliffen. Ca. 1.000.000 Tote waren zu beklagen und ca. 97.000 Gefangene mussten die Sklaverei erleiden. Während der Herrschaft Trajans, römischer Kaiser 98–117 n. Chr., kam es zu einer weiteren Erhebung der Juden, dem furchtbaren Diasporaaufstand [1] in Kyrenaika/Nordafrika, Ägypten, Zypern und Mesopotamien. Zum letzten Mal erhoben sie sich gegen die Römer von 132-135 n. Chr. unter Simon Bar Kochba [2]. Kaiser Hadrian (76-138 n. Chr.) verbot danach den Juden den Aufenthalt in Jerusalem. So wurden sie noch mehr in der ganzen Welt zerstreut.

 

Die Christen expandierten und gewannen immer mehr Anhänger, während die Juden, nun ohne Heimat, oftmals nur noch geduldete Fremdlinge in anderen Ländern waren. Ihre Religion, Sitten und Gebräuche waren den Bevölkerungen der Gastländer fremd. Symbolisch ausgedrückt, blieb die „Synagoge" [3], die quasi heimatlosen Juden, nur eine „unfruchtbare" Religionsgemeinschaft, die keine „Frucht" hervorbrachte, zumal sie in ganz Europa über viele Jahrhunderte von der Kirche und vielen Christen, diskreditiert, diskriminiert, verfolgt und getötet wurden.

 

Erst Ende des 19. Jahrhunderts begann wieder eine Einwanderung nach Palästina. Im 1. Weltkrieg versprach die britische Regierung durch die Balfourdeklaration dort eine jüdische „Nationale Heimstätte" zu errichten. Durch vermehrte Einwanderung kam es seit den 1920er Jahren immer wieder zu Konflikten, sodass die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 29. 11. 1947 mit Zweidrittelmehrheit die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat beschloss (Teilungsplan), dokumentiert in der Resolution 181 (II). Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. In der Israelischen Unabhängigkeitserklärung verkündete David Ben Gurion: „Kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung“ die Errichtung des Staates Israel. Die Aufnahme der „Synagoge" „zwischen den Ungläubigen" [4] war Wirklichkeit geworden.

 

Die „Tochter Babylons", die Araber, waren mit dem Staat Israel nicht einverstanden und begannen diesen zu „verfolgen". Sofort fielen die Armeen Ägyptens, Transjordaniens, Syriens, Libanons, des Iraks und palästinensisch arabische Milizen in Israel ein. 1949 kam es dann zu einem Waffenstillstand. Die Juden hatten ihren neuen Staat erfolgreich sichern können und ihr Territorium sogar noch erweitert. Durch die Niederlage brachen die palästinensisch-arabischen Gemeinden zusammen. Ca. 750.000 Palästinenser flüchteten oder wurden vertrieben. Es folgten 1956 die Suezkrise, 1967 der Sechstagekrieg, 1973 der Jom-Kippur-Krieg, 1982 der 1. Libanonkrieg, 1987 die 1. Intifada, 1991 irakische Raketenangriffe, 2000 die 2. Intifada, 2006 der 2. Libanonkrieg und 2008 der Krieg im Gazastreifen.

 

Viel Blut ist geflossen und hüben und drüben großes Leid verursacht worden. Auf der einen Seite steht die Atommacht Israel und die mächtigste Militärmacht, die es je gegeben hat, die Vereinigten Staaten von Amerika, auf der anderen Seite der  kleine palästinensische "David" mit seiner "Steinschleuder" und schaut verbittert zu, wie auf seinem von der Weltgemeinschaft zugesicherten Land, ständig neue israelische Siedlungen mit schönen Häusern errichtet werden.

 

Doch durch viele Bemühungen von Vermittlern zeichnet sich vielleicht ganz zaghaft die 1947 beschlossene Teilung des Landes ab. Im Sommer 2005 zog Israel aus dem Gazastreifen ab, überließ das Gebiet den Palästinensern und im Westjordanland gibt es bereits Autonomiegebiete mit einer palästinensischen Selbstverwaltungsbehörde.

 

Sie, die Palästinenser, haben über die Jahrzehnte im Kampf um ihre Heimat den Frieden verlernt und sind seelisch und oft auch materiell in einem desolaten Zustand. In der Tat, sie sind „elend" und „traurig" und doch erscheint am politischen Horizont die Möglichkeit ihrer Heimat Palästina.

 

Israel ist circa 400 km lang und maximal 90 km breit. Mit etwas Fantasie wie der Körper eines Vogels. An der einen Seite der Breite liegt das Westjordanland, an der anderen der Gazastreifen.

 

Irgendwann werden diese Landesteile, die symbolischen „Flügel", von den Palästinensern in Zusammenarbeit mit den anderen arabischen Staaten ("Tochter Babylons"), "abgeschnitten" und palästinensisches Staatsgebiet werden.

 

Interessant ist auch, dass „aisles“ (Flügel) möglicherweise „aisselier“ andeutet, d. h. einen „Querbalken“ der das Auseinanderfallen zweier Latten, Bretter usw. verhindern soll. Ein passendes Symbol für eine Art Korridor, ein schmaler Gebietsstreifen, der beide Landesteile verbinden würde.

 

Vielleicht wird einst die Weltgemeinschaft, repräsentiert durch die UNO, Recht und Gerechtigkeit verwirklichen.

 

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Anmerkungen:

[1] Diasporaaufstand: Diaspora, griechisch, Verstreutheit, bezeichnet ethnische oder religiöse Gruppen, die ihr Land verlassen haben und in anderen Ländern unter Andersdenkenden leben. Diaspora bezeichnet aber auch ein Gebiet, in dem die Mitglieder einer Religion in der Minderheit sind. Der Diasporaaufstand wird auch als 2. jüdisch-römischer Krieg bzw. als Aufstand der Juden gegen Trajan, römischer Kaiser von 98-117 n. Chr., bezeichnet.

 

Die Verstreutheit oder Zerstreuung der Juden begann bereits 586 v. Chr. unter dem babylonischen Herrscher Nebukadnezar II., der die jüdische Elite nach Babylon deportiert hatte. Unter griechischen Machthabern zogen viele Juden nach Alexandria/Ägypten, die 332 v. Chr. von Alexander d. Gr. gegründet worden war.

 

In der griechisch-römischen Zeit siedelten sie in Kleinasien, Südeuropa und später in ganz Europa. Auch in Ostlibyen/Nordafrika gab es große jüdische Gemeinden, die bereits im 3. Jh. v. Chr. von Ptolemäus I. (König im griechischen Ägypten) dort angesiedelt wurden. Mit Gewalt brachten die Römer nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. (1. jüdisch-römischer Krieg, 66-70 n. Chr.) viele Juden nach Rom und in entlegene römische Provinzen. In den folgenden Jahrzehnten wanderten auch viele aus und siedelten rund ums Mittelmeer und in Persien.

 

Im Jahre 115 n. Chr. brach in Mesopotamien, Syrien, Zypern, Ägypten und in der Kyrenaika/Libyen der Diasporaaufstand (2. jüdisch-römischer Krieg) der Juden aus. Anführer war in der Kyrenaika, einer Landschaft in Ostlibyen, die seit 74. v. Chr. römische Provinz war, eine Art messianischer König mit Namen Andreas/Lukas. Es kam zu furchtbaren Exzessen zwischen den ansässigen Griechen, Römern und Juden.

 

Der römischer Geschichtsschreiber und Politiker Cassius Dio, ca. 150 bis 235 n. Chr., berichtet in Römische Geschichte, LXVIII, 32:

 

„Inzwischen hatten die Juden der Kyrenaika einen gewissen Andreas zum Anführer gemacht und vernichteten sowohl Römer als Griechen. Sie aßen vom Fleisch ihrer Opfer, machten sich Gürtel aus Eingeweiden, schmierten sich mit dem Blut ein und kleideten sich in die Häute; viele zersägten sie von oben nach unten, andere warfen sie wilden Tieren vor und wieder andere zwangen sie, als Gladiatoren zu kämpfen. Insgesamt starben [circa] 220.000 Menschen.“

 

Auch die griechischen Tempel und römische Prachtgebäude wurden zerstört. Die überlebenden Griechen flohen nach Alexandria und rächten sich an den dort lebenden Juden. Doch der messianische König Andreas/Lukas fiel, von Ostlibyen kommend, mit seinen Rebellen in Ägypten ein und brannte Alexandria nieder. Verwüstungen gab es auch im Nildelta und in Theben.

 

Die großen jüdischen Gemeinden auf Zypern erhoben sich 115/116 n. Chr. unter Artemion gegen die griechischen Einwohner und zerstörten die Hauptstadt Salamis (vergleiche auch Euseb, Chron. 196 [vgl. Helm, GCS Eus. 7] Orosius, Hist. 7,12,8)H und ermordeten ca. 240.000 Griechen. (Cassius Dio, Hist. 58,32,2f). Laut Cassius wurde danach ein Gesetz erlassen, dass Juden für alle Zeit das Betreten der Insel untersagte, einschließlich eventueller Schiffsbrüchiger.

 

Gleichzeitig gab es noch einen Aufstand der Juden in Mesopotamien (Irak/Ostsyrien). Der römische Kaiser Trajan quartierte zu dieser Zeit (115/116 n. Chr.), bedingt durch seinen Partherfeldzug, in Antiochia (Antakya/Türkei) und vernichtete aufgrund der Revolte Städte, in denen es große jüdische Kommunen gab.

 

Der römische Feldherr Lusius Quietus wurde von Trajan mit der Unterdrückung des Aufstandes in Zypern und Syrien beauftragt, die er gnadenlos durchführte. Dem römischen Flottenpräfekten Quintus Marcius Turbo fiel die Aufgabe zu, die Aufstände in Ägypten der Kyrenaika/Libyen und Mauretanien/Nordwestafrika zu unterdrücken, was bis 117 n. Chr. dauerte und mit unsäglichem Leid für die Juden verbunden war.

 

[2] Bar-Kochba-Aufstand: Simon bar Kochba, † 135 n. Chr., „Sohn des Sterns“ oder "der Sternensohn", war ein jüdischer Freiheitskämpfer mit messianischem Thronanspruch, der von 132 bis 135 n. Chr. den Bar-Kochba-Aufstand gegen das Römische Reich unter Kaiser (117-138) Hadrian führte.

 

Die Juden lehnten die römische Herrschaft grundsätzlich ab (Pausanias, Eusebius). Erschwerend kann hinzugekommen sein, dass der Kaiser angeblich den Juden die Beschneidung verbieten wollte und plante, anstatt Jerusalems, eine neue römische Stadt namens (Colonia) "Aelia Capitolina" zu bauen, inclusive eines "heidnischen" Tempels.

 

Die Juden unter der Führung von Bar Kochba besiegten die Römer und riefen nach der Einnahme von Jerusalem Bar Kochba zum Messias (hebräisch: maschiach, der Gesalbte, prophezeiter Erlöser der Menschheit) aus, der streng nach dem jüdischen Gesetz, der Thora (5 Bücher Moses, siehe auch die Bibel, AT), regierte. Die Römer eroberten dann 134 n. Chr. Jerusalem zurück, nachdem sie vorher 10 Legionen u. a. aus Britannien, Gallien (Frankreich) und den Donaugebieten mobilisiert hatten.

 

Im folgenden Jahr wurde das jüdische Heer endgültig besiegt und Bar-Kochbar getötet. Nach Cassius Dio (ca. 150-235 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber und Politiker, verloren ca. eine halbe Millionen Juden ihr Leben und Hunderte Städte und Dörfer wurden zerstört, auch Jerusalem. Auf dessen Ruinen wurde die neue römische Garnisonsstadt "Aelia Capitolina" gebaut und der Jupitertempel, zwecks Verehrung des römischen Hauptgottes Jupiter, ersetzte den zerstörten jüdischen Jahwetempel. Juden durften in Jerusalem nicht mehr leben.

 

[3] Synagoge, gr.-lat. "Versammlung", Gebets- und Belehrungsgebäude der jüdischen Gemeinde.

 

[4] Ungläubige: hier der Islam und sein Anhänger, die Araber.

 

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„Dunkle Erde"  im "Heiligen Land" 1)

Die Prophezeiungen des Sehers erstrecken sich über einen Zeitraum von über 2242 Jahren, beginnend mit dem Jahr 1555. Er berichtet in seinem Brief an Heinrich II., König von Frankreich, über die fernere Zukunft des sogenannten Heiligen Landes:

 

„Und ihre Angriffe werden keineswegs umsonst sein, und [zwar] am Ort, der einst Abrahams Wohnung war. [Er] wird angegriffen von Leuten, die die Jupiterleute verehren werden. Und diese Stadt von „Achem" 2) wird umzingelt und von allen Seiten von den Soldaten mit sehr großer Macht angegriffen werden. Ihre Seestreitkräfte werden von den Westlichen geschwächt. Und in diesem Land wird große Verwüstung angerichtet werden. Und die größten Städte werden entvölkert. Und diejenigen, die [in sie] eintreten werden, werden von der Rache des Zornes Gottes erfasst. Und das Grab von dermaßen großer Verehrung 3) wird während des langen Zeitraums, während der Ruhe in der uneingeschränkten Sicht der Augen des Himmels, der Sonne und des Mondes verbleiben. Und der heilige Ort wird in einen Viehstall 4) umgewandelt werden. [Er wird] klein und groß und an heidnische 5) Wesen angepasst [sein]. Oh welch unheilvolle Bedrängnis wird dann über die schwangeren Frauen kommen."

 

1) Johann W. v. Goethe

 

2) Achem, Sichem?, Abraham wohnte in: Ur/Caldäa/Irak, Harran/Türkei, Ägypten und bei Hebron/Kanaan.

 

3) Das Grab Abrahams in Hebron oder die Grabeskirche in Jerusalem.

 

4) Oder Truppenunterkunft

 

5) Lateinisch profanus, weltlich, heidnisch

 

Kleines Wörterbuch:

1. Synagogue: Synagoge 11 Jh., aus lat. synagoga, Synagoge, gr.-lat. "Versammlung"; stérile: „unfruchtbar" 14. Jh., aus lateinisch sterilis; nul „keiner" 9. Jh., aus lat. nullus; 2. entre „zwischen" 11. Jh., aus lat. inter; infidele: „treulos" 13. Jh., aus lat. infidelis u. a. ungläubig; 3. fille: „Mädchen" va.; „Dirne" 10. Jh., aus lat. filia „Tochter"; porsuit: poursuite „Verfolgung", 13. Jh., ist substantivisch von poursuivre „verfolgen", altfranzösisch porsevir; 4. misere: „Elend" 12. Jh., aus lat. miseria; triste: „traurig" 12. Jh. aus lat. tristis; trenchera: tranchant „scharf schneidend", „Schneide" 12. Jh. trenchant, ist Part. v. afrz. trenchier, nfrz. trancher „durchschneiden", „abschneiden" u. ä.; aisles: aile „Flügel", ais „Brett", aisselier „Querbalken", der das Auseinanderfallen zweier Latten, Bretter usw. verhindern soll. 

 

Quellen: U. a. Etymologisches Wörterbuch der französischen Sprache, E. Gamillscheg, 1997.

 

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