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Prophezeiungen – Visionen – Träume

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#22 - Michael im Einsatz. - Es war warm, der Park zeigte sich von seiner schönsten Seite und die vielen Bienen der Imkerin gaben dem Ganzen eine besondere Atmosphäre. Mittendrin, auf einer Bank sitzend, blickte ich über den grünen Rasen zum Haus. Es war relativ ruhig und ich wahr still und entspannt.

 

Plötzlich bemerkte ich an meiner Wirbelsäule in Herzhöhe einen warmen Punkt, der sich immer mehr ausdehnte, bis zu einem Durchmesser von ca. 15 cm, wie eine wohltuende Sonne. Dann sprach eine Stimme klar und deutlich in mir: „Ich bin der Erzengel Michael.“

 

Es war das erste Mal, dass mir so etwas passierte. Ich stand sofort auf und ging zum Haus, nicht zuletzt auch durch die etwas antike Wortwahl irritiert.

 

Die Produzierung der wohltuenden Strahlung in meinem Rücken weist, wie auch immer, wahrscheinlich auf ein etwas weiter entwickeltes Wesen hin, da nach meiner Erfahrung einfache Seelen dazu nicht in der Lage sind.

 

In der sehr menschlichen und symbolischen christlichen Offenbarung des Johannes kämpft im Himmel der Engel Michael mit seinen Engeln gegen den „großen Drachen, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt“. Der Drache mit seinen Anhängern, „der die ganze Welt verführt“, unterlag und „wurde auf die Erde gestürzt“. 1) Letztendlich erwartet sie ein furchtbares Schicksal. Sagt doch die „Heilige Schrift“: „Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind. Tag und Nacht werden sie gequält, in alle Ewigkeit.“ 2)

 

Bild: Albrecht Dürer, Titel: Höllensturz, ca. 1500 n. Chr.; 1) Heilige Schrift, Neues Testament, Offenbarung des Johannes 12;  2) Offenbarung des Johannes 20.

 

  #23 - Die roten Kardinäle. - Vorzeiten besuchte ich einen Exotenzüchter. Leider konnte ich ihn nicht sprechen, da er sich nicht wohlfühlte und zu Bett gegangen war. Seine Frau war ganz aufgelöst und weinte, weil er sich in den letzten Wochen so verändert hatte und sie darunter sehr leiden musste. Ich spürte, dass seine Zeit bald vorbei sein würde. 

 

Etwas später kam er dann ins Krankenhaus, wo er nach kurzer Zeit starb. Zuhause dachte ich darüber nach, die Frau zu fragen, ob sie sein etwas älteres Paar Rotkardinäle verkaufen würde.

 

Spätabends, in der Entspannung, meldete sich die Seele bzw. der Astralkörper des Verstorbenen dann bei mir und sagte etwas aufgebracht: „Du bekommst sie nicht!“

 

Die Angelegenheit war für mich erledigt, jedoch lehrreich, da meine Gedanken ihn erreicht hatten und dass er so kurz nach dem Ableben schon wieder voll in Aktion war.

 

Seine Ablehnung war vielleicht damit zu begründen, dass er als Opfer in der DDR im Gefängnis gesessen hatte und ihn meine eher linke Einstellung nicht gefiel. -  Bild: Roter Kardinal, © B. Walker, Quelle: taken at Caspersen Beach, Venice, Florida, USA, 9. April 2008.  

 

#24 - "My home is my castle. Mein Heim ist meine Burg", so das Sprichwort. Für die Seele des Menschen würde es während seines Erdenlebens heißen, der Körper ist meine Burg. Diese Erfahrung konnte ich auch machen. 

 

Vorzeiten hatte ich unkonzentriert und gutgläubig eine Ware gekauft, deren Mangelhaftigkeit mir erst zuhause auffiel. Wie das so ist, ich ärgerte mich etwas, auch über das eigene Versagen und meckerte herum. Die Empfindungen waren entsprechend. Leider hatte ich im Moment wieder nicht daran gedacht, dass die Seele des Verkäufers meine Gedanken und Empfindungen ja auch empfing.

 

Unsere Seelen sind dann, nachdem sie in der Nacht den Körper verlassen hatten, zusammengetroffen, wobei der Andere dermaßen außer sich geriet und mich verprügeln wollte.

 

Ich ergriff die Flucht und konnte bewusst erleben, wie ich sehr schnell in meinen menschlichen Körper fuhr. So lag im Negativen doch noch etwas Positives. -  Bild: © Friedenstaube, peace dove.svg.

 

#25 - Die Kraft. - Die Dämmerung brach herein, der Wald war still und die Fischteiche lagen wie leblos zwischen den Bäumen. Der Abendspaziergang hatte meiner Freundin und mir gut getan, als plötzlich, wie der Blitz aus heiterem Himmel, eine starke unsichtbare Kraft, die von der Seite her gegen unsere Beine wirkte, uns fast zum Umfallen gebracht hätte. Vielleicht war es ja nur ein etwas heftig ausgefallener Gruß von einer Seele mit entsprechender Potenz oder ein Hinweis auf unser Leben.

 

Bei einem anderen Waldspaziergang in der Nacht klammerte sich plötzlich eine Seele an mich, welche nach meiner Empfindung eine eher ängstliche Schwingung ausstrahlte. Ich dachte in dem Moment, dass es sich wohl um ein Wesen handeln würde, das Hilfe braucht. Kurze Zeit später ließ mich die Seele wieder los.

 

Eine andere heftige aber freundliche Begegnung hatte ich während der Arbeit. Die Menschenschlange an der Kasse wurde immer länger, als eine unsichtbare Kraft plötzlich so stark auf mich einwirkte, dass ich fast das Bewusstsein verloren hätte und beinahe vom Stuhl gefallen wäre. Danach gab ich dem Kunden, der mich freundlich anstrahlte, seine Quittung und er mir ein sehr hohes Trinkgeld von 5,-- DM. Es war wohl ein Geschenk der etwas zu impulsiven Seele.

 

Vorzeiten war eine lichtere Seele circa 10 Minuten dicht bei mir gewesen. Anschließend, auf meinem Heimweg, musste ich zum Schluss einen steilen Berg hinaufgehen, den ich sonst etwas gequält und mit Pausen absolviert hatte. Doch dieses Mal schwebte ich fast die starke Steigung empor und konnte es, oben angekommen, nicht so recht fassen. Es ist anzunehmen, dass die Seele Kraft auf mich übertragen hatte. Diese Wesen kommen wahrscheinlich aus lichteren Sphären oder Welten, deren geistige Atmosphäre oder Schwingung im krassen Gegensatz zu der unserer "dunklen Erde" (Goethe) steht. Das muss mit Religion gar nichts zu tun haben, ihr Bewusstsein ist einfach weiter entwickelt. -  Bild: © Lightning over Las Cruces, New Mexico, Quelle: United States Air Force, VIRIN 040304-F-0000S-002, Urheber: U.S. Air Force photo by Edward Aspera Jr., 4. 3. 2004, Auszug.

 

#26 - „Versuch macht klug“ -, sagt das Sprichwort bzw. die Lebensweisheit, denn das viele angelesene religiöse oder esoterische Wissen ist nur eine kleine Stütze bei der Suche oder bei dem Öffnen des Tores zum größeren Sein.

 

Darum, ohne Suche geht das leider nicht. „Die gebratenen Tauben fliegen nicht in den Mund.“ Selbst für den Religionsfreien kann die Empfehlung aus der jüdisch-christlichen Kultur gelten: „... suchet, und ihr werdet finden. Klopfet an, und es wird euch aufgetan.“ (Matthäus 7:7). Aber es wäre schön, wenn auch der Geist von Lady Liberty (Freiheit) über dem Ganzen schwebt.

 

Dieser Geist der Freiheit ermöglicht z. B. auch die Einbeziehung der Erkenntnis von Teresa v. Avila aus dem 16. Jh., den Menschen bzw. den Körper etwas zurückzunehmen, mehr zur Ruhe zu kommen und etwas inneres Schweigen bzw. Stille und Meditation zu pflegen:

 

„All unsere Achtsamkeit gilt der rohen Einfassung, der Ringmauer dieser Burg, das heißt: den Körpern“  - „Nach meiner Erfahrung sind das Gebet (Meditation) und die Andacht (inneres Schweigen, Stille) das Tor, durch das man die Burg (Seele) betreten kann.“ (Die innere Burg, S. 22, 24) Für den Suchenden ist es also wichtig, dieses oftmals rudimentäre bzw. nicht ausgebildete, verkümmerte „Organ“, die Seele, individuell und in Freiheit zu aktivieren, d. h. u. a. auch, sie liebevoll, wohl bedacht und mit Geduld anzusprechen.

 

Es gilt jedoch auch der Grundsatz: Gleiches zieht Gleiches an. Daher ist dem Suchenden oder Experimentierenden sukzessive bzw. nach und nach eine Veredelung seiner Empfindungen, Gedanken und Taten zu empfehlen. Fixierungen, also Festlegungen bzw. sich emotional an jemanden oder etwas zu binden, sind meistens hinderlich. Was würde es z. B. auch nützen, sich an eine einfache Seele zu klammern, die den großen „Otto“ mimt, also vorgibt z. B. Maria, Jahve, Christus, Buddha oder Mohammed zu sein. Der bisher angerichtete Schaden durch solche und andere Seelen ist nicht unerheblich.

 

Versuch: Im Rahmen meiner Forschung sprach ich vor dem Einschlafen meine eigene Seele meditativ an, sie möge des Nachts zu einem Planeten gehen, von dem ich gelesen hatte und hoffte, dass er wirklich existierte. Ich bat sie, mir gleich morgens das Gesehene zu übertragen.

 

Mit dem Aufwachen am anderen Morgen erhielt ich eine Vision, bei der ich mich hoch in der Luft befand und mich vom Land weiter entfernte. Dabei konnte ich gut die Form einer Meeresbucht und das angrenzende Land erkennen. Eine Seele sagte dann direkt zu mir: „Die wollten dich da gar nicht mehr weglassen.“

 

Mehr konnte ich zu diesem interessanten Ereignis nicht erfahren. Wenn ich auf diesem Planeten ein ähnliches geografisches Bild suchen müsste, so käme der Golf von Mexico in Frage. Bei einer späteren Meditation dachte ich an diesen „Planeten“. Plötzlich trat eine sehr starke, freundliche emotionale Verbindung auf, die auch bei mir so stark war, dass ich Angst hatte, meine Seele würde bei vollem Bewusstsein meinen Körper verlassen. Ich brach sofort ab.

 

Bild 1: © NSA, USA, Planet Jupiter in natürlichen Farben mit dem Schatten des Mondes Europa, Aufnahme der Raumsonde Cassini vom 7. 12. 2000. (Klammern: Hinzufügungen von minerva79.de)

Bild 2: Moctezuma aus dem Buch Kostüme civils, militaires et réligieux du Mexique (Belgien, 1828) - Dernier Empereur du Mixique, peint par ordre de Fernand Cortez. - Letzter Kaiser von Mexico, im Auftrag von Hernando Cortez (spanischer Konquistador, 1485-1547) gemalt. - Autor : Claudio Linati (1790-1832) - Siehe auch : commons.wikimedia.org

 

 #27 - Erkannt. - Bei einer nächtlichen Meditation kam plötzlich eine Seele ganz dicht zu mir, die sich mit den üblichen Gedanken nicht dazu bewegen ließ, loszulassen. Sie sagte nichts, sie war nur da, was mir lästig wurde. Ganz plötzlich kam jedoch nach einer Weile aus der Tiefe meines Innern ein geistiger Impuls, der anzeigte, wer das war und ich sagte gedanklich zu ihr: „Ich weiß, wer du bist.“ 

 

Dieses kurze geistige Wissen bezüglich der Identifizierung vertrieben die Seele sofort und alles war wieder klar. Es war eine Bekannte, die wohl ein kleines Experimentchen machen wollte.

 

Der Dichter Goethe hätte zu der Veröffentlichung eines solchen Erlebnisses möglicherweise auf sein Gedicht „Selige Sehnsucht“ hingewiesen: „Sag es niemand, nur den Weisen, - weil die Menge gleich verhöhnet ...“ - Doch der, wer es geschafft hat, etwas mehr in das Sein einzutreten, ist dem entwachsen.

 

Tatsache ist jedoch, wer seine Seele aktiviert hat, kann sich nähernde Seelen spüren und hören. Sie sind überall, nicht erst hinter dem großen Fluss (Styx) oder tief in der Erde im Scheol bzw. im Totenreich, auch nicht am Ende des Universums, sondern hier und jetzt.

 

Aber leider kann das menschliche Auge nicht alles sehen „was da kreucht und fleucht“ (kriecht u. fliegt, Schiller) und ist, wie z. B. die Seelen, Bakterien, Viren und Atome. Trotzdem sind sie da. Milliarden Bakterien auf unserer Haut, im Mund und im Darm usw. Bei den Viren sind z. B. das Grippe- und das Poliovirus hinlänglich bekannt, um nur zwei von vielen zu nennen. Ihre Größen liegen im Nanometerbereich. Ein nm ist ein milliardstel Meter. Auch von Billionen Sternen kann das menschliche Auge nur ein paar sehen, von Planeten ganz zu schweigen und schon gar nicht die Grundbausteine der Materie, die Atome, mit einem Durchmesser von 0,1 Nanometer. -  Bild: © minerva79.de, Clematis "The President"

 

#28 - „Gold und Silber lieb ich sehr, - könnt es auch gebrauchen, - hätt ich nur ein ganzes Meer, mich hineinzutauchen ...“, so der Dichter August Schnezler im 19. Jahrhundert. Und die Gebrüder Grimm ließen in ihrem Märchen „Der Sterntaler“ bzw. „Das arme Mädchen“, die Sterne als Silbertaler vom Nachthimmel fallen. Heute glauben wir an andere Märchen und spielen z. B. Lotto.  

 

Keine Erfindung, Dichtungsart oder Flunkerei beinhaltet die nachfolgende Erfahrung, sondern sie entspringt dem Born der Wahrheit.

 

So konnte ich nach und nach feststellen, dass, wenn ich ein bis zwei Tage vorher an den nächsten Lottospieltag (Dauerauftrag, feste Zahlen) dachte, gegebenenfalls ein ganz deutlich spürbarer positiver Impuls in einer bestimmten Körperregion auftrat, von wem oder was auch immer. Zwar gab es dann keinen großen Lottogewinn, stets waren jedoch 1, 2 oder auch 3 Zahlen richtig.

 

Das hat sich  ständig wiederholt, weil ich einfach ganz ungeplant ein paar Tage vorher daran dachte. Wie gesagt, das Phänomen trat jedoch nur auf, wenn mindestens eine Zahl richtig war. Diese Erscheinung ist für mich ausreichend verifiziert. Eine ähnliche Erfahrung konnte ich im Hinblick auf die Wettervorhersage machen. Sie war immer richtig.

 

Der Dichter Matthias Claudius rät in seinem schönen Gedicht und Abendlied, „Der Mond ist aufgegangen“, zur Behutsamkeit und zum abwägen: „Seht ihr den Mond dort stehen? - Er ist nur halb zu sehen, - Und ist doch rund und schön! - So sind wohl manche Sachen, - Die wir getrost belachen, - Weil unsre Augen sie nicht sehn.“ - Bild: © minerva79.de, Münzen der Eurowährung.

 

#29 - Die Fliege. - Wikipedia, die frei Enzyklopädie, berichtete über eine Sendung des ZDF vom 23. 8. 2011: „In der ZDF-Sendung Markus Lanz geriet Fliege aufgrund seiner Geschäftsmodelle und seiner Bewerbung esoterischer Produkte geradezu ins Kreuzfeuer der anderen geladenen Talk-Gäste; Scharlatanerie, Sittenwidrigkeit und Geschäftemacherei mit dem Leid anderer Menschen waren nur einige Vorwürfe, die ihm gemacht wurden.“

 

Es ging u. a. auch darum, welches Weihwasser denn nun besser sei? Das von der „römisch-katholischen“ Gruppe des Markus Lanz oder das von dem Pfarrer, Moderator, Herausgeber und Schriftsteller Jürgen Fliege, die „Fliege-Essenz“? (Packungsbeilage: "Essenz des Lebendigen", Es „schenkt unserer Seele ordnende Informationen“, "Morgens und abends je 3 kräftige Sprühstöße in den Mund geben. Sprechen Sie vor der ersten Gabe das Wort ,Glaube', zum zweiten Sprühstoß ,Liebe' und zum dritten ,Zuversicht' aus. Bei Bedarf wiederholen.", 39,90 € + 5,95 VK) 

 

Der evangelische Pfarrer fand sein kommerzielles Wässerchen zumindest gleichwertig, da er ebenfalls darüber betete und wohl meinte, so seine liebevollen Gefühle und Gedanken in dieses zu übertragen, möglicherweise überzeugt davon, dass Emotionen und Gedanken dominierende Kräfte im Universum sind.

 

Dr. M. Schenk, Anästhesist u. Schmerzmediziner der Uniklinik Berlin, fand zurecht die „Diskussion zu polemisch u. zu wenig respektvoll im Umgang miteinander“, weil M. Lanz und andere Diskussionsteilnehmer teilweise ihren Emotionen freien Lauf ließen.

 

Dieser Wertung konnte ich mich nur anschließen und meine etwas mitfühlenden Gedanken erreichten wohl die Seele des J. Fliege, der äußerlich souverän blieb, innerlich aber sichtbar litt.

 

Kurz vor dem Einschlafen bemerkte ich dann eine sich nähernde Seele, die still verweilte. Plötzlich fragte sie: „Soll ich wieder gehen?“ Es war der Astralkörper von J. Fliege. Seine nicht zu verwechselnde Art zu sprechen, dieser liebevolle, alles verstehende und mitfühlend klingende Song, identifizierten ihn klar. Ich musste unbedingt schlafen und so verschob ich die Angelegenheit. Wahrscheinlich habe ich ihn dann in der Nacht in den anderen Sphären getroffen. - Bild: © Amada44, Fliege, Calliphora spec.

 

#30 - Hochpaterre. - Diese symbolisierte Vision, lat. visio "Erscheinung, Anblick", bezieht sich auf den vorstehenden Text von Nr. 29. 

 

Vision vom 110911: Martin Luther kam aus einem Zimmer des Hochparterres, die im Halbdunkel liegende Treppe hinunter. Ich stand neben dem Geländer und half, indem ich ihm die Hand reichte, beim Hinuntergehen zu den am Ende stehenden Menschen.

 

Er wirkte etwas schmuddelig mit seiner dunklen Kutte und hatte einen extrem dicken Unterleib. „Ich wusste gar nicht, dass man so fett sein kann“, dachte ich. Dann stieg ich die kurze Treppe hinauf und blickte in den Raum, aus dem der Reformator kam. Das Zimmer war sehr dunkel und man konnte fast nichts erkennen.

 

Interpretation: Nicht eine hohe und lichte Etage wird hier dem evangelischen Pfarrer J. Fliege (Luther) als Wertung seines Bewusstseins zugeteilt, sondern nur das dunkle Hochparterre. Meine zurückhaltende Darstellung in #29 wurde wahrscheinlich als Unterstützung des Pfarrers ausgelegt, da ich ihm bei der Treppe etwas behilflich war. 

 

Bei den Visionen war bisher die Körperfülle immer ein Symbol für Reichtum und daher weist „fett“ auf ein großes Vermögen hin, dessen Qualität durch den hässlich dargestellten Unterleibsbauch entsprechend charakterisiert wird. Leider wurde dann auch noch Jürgen Fliege sein Zimmer ziemlich dunkel gezeigt, was wiederum auf sein Bewusstsein hinweisen soll, auch auf seine Welt, in der er zurzeit lebt.

 

Solche Visionen müssen nicht aus lichten Höhen kommen, auch Seelen mit unterschiedlichem Bewusstsein sind dazu fähig. - Bild: © Luther.de, M. Luther als Mönch, Kupferstich von Lucas Cranach d. Ä., 1520,

 

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